Erfurt/Würzburg

Drei von zehn Deutschen sehen Kritik an Gender-Sprache als gutes Wahlkampfthema

Jüngst gab es mehrere kritische Äußerungen von Politikern zur Gender-Sprache. Eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt, dass drei von zehn Deutschen es gute fänden, wenn Kritik am Gendern zum Wahlkampfthema wird.
Gendersternchen
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | 31 Prozent der katholischen Befragten sind der Ansicht, dass Kritik am Gendern von Sprache ein Wahlkampfthema zur Bundestagswahl werden sollte.

30 Prozent der Deutschen fänden es gut, wenn Kritik am Gendern von Sprache ein Wahlkampfthema zur Bundestagswahl wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Dagegen ist eine relative Mehrheit von 38 Prozent gegenteiliger Ansicht; 21 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen.

Frauen stimmen seltener zu als Männer

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Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Ich fände es gut, wenn Kritik am Gendern von Sprache ein Wahlkampfthema zur Bundestagswahl wird.“ Frauen stimmen der Aussage deutlich seltener zu als Männer (24 zu 35 Prozent). Bei beiden Gruppen überwiegt die Ablehnung, bei Männern mit 37 Prozent leicht, bei Frauen mit 39 Prozent deutlicher. Das Alter hat nur geringen Einfluss auf die Zustimmung. Sie schwankt unter allen Altersgruppen zwischen 27 und 33 Prozent.

31 Prozent der katholischen Befragten sind der Ansicht, dass Kritik am Gendern von Sprache ein Wahlkampfthema zur Bundestagswahl werden sollte. Eine relative Mehrheit von 38 Prozent teilt diese Einschätzung nicht. Unter den Protestanten sehen 33 Prozent Kritik am Gendern von Sprache als gutes Wahlkampfthema, 37 Prozent sehen dies nicht so. Bei freikirchlichen Befragten hingegen teilt eine relative Mehrheit von 42 Prozent die Ansicht, Kritik am Gendern von Sprache sollte ein Wahlkampfthema werden, nur 24 Prozent sehen dies nicht so.

AfD- und FDP-Wähler finden Gender-Kritik als Thema mehrheitlich gut

Die Erhebung, für die 2.040 erwachsene Personen im Zeitraum zwischen dem 28. und dem 31. Mai befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Einzig Wähler der AfD (49 zu 29 Prozent) und der FDP (47 zu 38 Prozent) fänden es mehrheitlich gut, wenn das Thema Gendern ein Wahlkampfthema werden würde. Bei Wählern der Union überwiegt sehr knapp die Ablehnung der Aussage (38 zu 36 Prozent), bei Anhängern der SPD (45 zu 27 Prozent), der Linken (48 zu 31 Prozent) und der Grünen (54 zu 20 Prozent) überwiegt die Ablehnung deutlich.  DT/mlu

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