Würzburg

Corona im Widerstreit der Visionäre

Zurück zur Normalität oder auf zu neuen Ufern: Wie werden wir nach dem Ende der Pandemie leben?
Coronavirus: Wird die Gesellschaft Schritt um Schritt ihr gewohntes Leben zurückgewinnen?
Foto: Emilio Morenatti (AP) | Wird die Gesellschaft Schritt um Schritt ihr gewohntes Leben zurückgewinnen? Oder bricht ein ganz neues Zeitalter "nach Corona" an?

Während andere noch mit den Mühen und Plagen der aktuellen Krise beschäftigt sind, denken Zukunftsforscher, Publizisten und sogar manche Politiker bereits an die Zeit nach der Pandemie: Strittig ist jedoch, ob ein ganz neues Zeitalter „nach Corona“ anbricht, in dem eine „neue Normalität“ herrscht und wenig so sein wird wie zuvor – oder ob die Gesellschaften Schritt um Schritt ihr gewohntes Leben zurückgewinnen.

Weltanschauliche Positionierungen bestimmen die Zukunftsvision

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Vielfach sind es weltanschauliche Positionierungen, die die Zukunftsvision bestimmen. Etwa wenn vom Ende der Globalisierung, vom Versagen des Kapitalismus und einer globalen Wirtschaftskrise die Rede ist. Mitunter spiegeln sich ganz persönliche Hoffnungen in der Prognose. Etwa wenn die Renaissance der Familie, die Wiederentdeckung der Religion, die gesellschaftliche Entschleunigung oder eine neue Wertschätzung für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Freiheit vorhergesagt wird.

Manches zeichnet sich heute schon ab, etwa die Rolle globaler Quasi-Monopolisten wie Amazon, Google, Facebook & Co., oder die Bedeutung des weltweiten Handels für Wohlstand und Sicherheit. Anders wird noch länger dem Widerstreit der Visionäre ausgesetzt sein, etwa die Rolle der Zentralbanken, die Debatte um Vermögensabgaben und die Rolle des Staates, die Fragen von Datenschutz und Privatsphäre. Einiges – wie die Suche nach einer neuen Work-Life-Balance – lässt sich individuell zumindest mitbeieinflussen, anderes – wie den Kampf Chinas und der USA um die Rolle als führende Weltmacht – können wir nur beobachten.

DT/sba

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