Ontario

BLM: Es geht um Umgestaltung der Gesellschaft

USA: Warum Christen nicht auf den Zug progressiver Gruppen wie „Black Lives Matter“ aufspringen sollten.

Black Lives Matter - Kampf gegen Rassismus
Weltweit wird nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd infolge eines gewaltsamen Polizeieinsatzes gegen Rassismus demonstriert. Foto: Moritz Frankenberg (dpa)

Der Black Lives Matter-Bewegung gehe es nicht darum, George Floyd Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sondern es gehe ihr um die Umgestaltung der Gesellschaft und die Umsetzung einer LGBT-Agenda, meint der Pro-Life-Aktivist Jonathon Van Maren.

Wer lenkt den Zug?

Das Webportal von LifeSiteNews veröffentlicht einen Beitrag von Jonathon Van Maren zu den Hintergründen und der Agenda der bis vor kurzem hierzulande noch wenig bekannten internationalen Bewegung „Black Lives Matter“ (BLM). Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd durch einen Polizisten beklagt der Autor die Omnipräsenz der Proteste auf Straßen und sozialen Netzwerken wie Twitter, Facebook und Instagram. Wer diese nicht sofort unterstütze, dem werde vorgehalten, „den Kampf gegen den Rassismus nicht genügend zu unterstützen“. Doch als Christ sollte man sich zunächst fragen, „wer den Zug eigentlich lenkt“, auf den man aufspringen solle. 

Black Lives Matter nicht unterstützen

Van Maren ist sich sicher, „dass sich etwa 90 Prozent der Amerikaner über zwei Dinge einig sind: George Floyd wurde brutal ermordet, und der Täter sollte vor Gericht gestellt werden; und das Plündern und Niederbrennen von Städten ist falsch. Ich kann von Herzen sagen, dass schwarze Leben zählen. Als Pro-Life-Aktivist glaube ich, dass alle Leben zählen, doch die meiste Zeit verbringe ich damit, mich auf das ungeborene Leben zu konzentrieren“.

Dennoch könne er die Organisation Black Lives Matter nicht unterstützen. Zu deren „Leitmotiven gehören die Förderung der LGBT-Agenda sowie neue und radikale Gender-Interpretationen (beispielsweise wolle sie ‚das cis-gender-Privileg‘ – [die Tatsache, dass es nur zwei Geschlechter gibt] – abschaffen). Ihre führenden Köpfe sind ausnahmslos radikale Abtreibungsbefürworter“. Dieser Bewegung gehe es nicht einfach nur um Gerechtigkeit für George Floyd: „Es geht ihr darum, die Gesellschaft umzugestalten und aus der Asche unserer heutigen Gesellschaft ein progressives Utopia zu schaffen. Und deshalb kann ich nicht auf einen Zug aufspringen, wenn Leute mit diesen Überzeugungen diejenigen sind, die ihn lenken“.

Rassismus gibt es

Es sei, so Van Maren, „offen gesagt zermürbend mitanzusehen, wie Progressive jedem, der ihre Texte nicht nachplappert, Rassismus vorwerfen, wenn diese Progressiven – zumindest diejenigen, die noch nicht völlig den Bezug zur Wirklichkeit verloren haben – wissen, dass das nicht stimmt. Rassismus gibt es, er ist da, und wir sollten unbedingt über Rassismus diskutieren und wir sollten sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um uns damit zu befassen. Ich denke, dass eine Mehrheit der Amerikaner damit einverstanden ist, und dass spürbare Fortschritte möglich sein könnten“.

 

DT/ks

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