Ansturm auf Karten für Papstbesuch

Wie man Tickets für den Besuch Benedikts XVI. in Deutschland bekommt – Ein Gespräch mit Hans Langendörfer. Von Markus Reder
Foto: DBK | ist Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz und Generalkoordinator der Papstreise.
Foto: DBK | ist Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz und Generalkoordinator der Papstreise.
Seit dieser Woche können Tickets für den Papstbesuch in Deutschland bestellt werden. Schon am ersten Tag ihrer Freischaltung verzeichnete die von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtete Internetseite www.papst-in-deutschland.de einen solchen Ansturm, dass der Server zusammenbrach und eine Notfallseite eingerichtet werden musste. Haben Sie mit einem solchen Ansturm gerechnet?

Wir freuen uns sehr, dass sich so viele Menschen für den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland interessieren. Der Heilige Vater ist in Deutschland sehr willkommen. Viele wollen ihn treffen.

Hat die starke Nachfrage die erste Woche über angehalten?

Allein in den ersten beiden Tagen hatten wir über 50 000 Anmeldungen, mittlerweile hat es sich etwas beruhigt und wir sind bei über 70 000 angelangt (Stand: Donnerstag, 16 Uhr). Da können wir sehr zufrieden sein.

Für welche Termine mit dem Papst gibt es Karten? Und wie viele Karten werden für die jeweiligen Veranstaltungen vergeben?

Interessierte haben verschiedene Möglichkeiten, an einer der Feiern mit Papst Benedikt XVI. teilzunehmen: Für den Gottesdienst am Schloss Charlottenburg gibt es 40 000 Plätze, für die Vigilfeier in Freiburg 20 000 und für die Abschlussmesse in Freiburg 100 000 Plätze. Für die Gottesdienste in Erfurt und Etzelsbach können wir noch keine genauen Zahlengaben machen. Aber gerade Etzelsbach bietet eine sehr große Freifläche – da ist viel Platz!

Kann man für mehrere Veranstaltungen und mehrere Personen Karten bestellen?

Jeder Interessierte kann im Internet für sich und fünf weitere Personen Karten bestellen. Und man kann auch für alle Veranstaltungen Kartenanfragen abgeben. Das heißt allerdings nicht, dass man für alle Feiern auch einen Platz bekommt.

Wie kommt man an Tickets, wenn man über keinen Internetzugang verfügt?

Sie können sich entweder über die Pfarrgemeinde anmelden oder aber, falls diese keine Reise anbietet, auch telefonisch bei den jeweiligen Hotlines der Bistümer. Kommerzielle Anbieter von Reisen zur Teilnahme am Papstbesuch wenden sich ebenfalls direkt an die zuständigen Stellen in den drei besuchten Bistümern. (Kontakte siehe „Moment-mal-Kasten, links neben diesem Interview, A.d.R.)

Kann man die Karten auch weitergeben oder werden sie nur personenbezogen vergeben?

Wer wider Erwarten doch nicht kommen kann, sollte die Karte an sein Pfarrbüro zurückgeben oder uns eine E-Mail schreiben. (E-Mail-Adresse siehe „Moment-mal-Kasten“, A.d.R).

Was, wenn die Nachfrage größer ist als das Kartenangebot. Geht es nach Eingang der Bestellung?

Grundsätzlich versuchen wir, allen Kartenwünschen gerecht zu werden. Falls die Nachfrage das Angebot übersteigt, vergeben wir die Karten nach bestimmten Kriterien: Die Pilger aus den Bistümern Freiburg, Berlin und Erfurt haben zum Beispiel als Gastgeber einen Heimvorteil bei der Kartenberücksichtigung. Außerdem werden wir beide Anmeldewege – also die Pfarrei und die Online-Anmeldung – angemessen berücksichtigen. Darüber hinaus entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung bei der Kartenvergabe. Wir haben uns auch vorgenommen, bei Überbuchungen Ausweichmöglichkeiten anzubieten wie zum Beispiel die Teilnahme mit Hilfe von Videowänden.

Also so schnell wie möglich bestellen?

Das kann auf jeden Fall nicht schaden.

Die Bearbeitung aller Kartenwünsche soll bis Ende Juni abgeschlossen sein. Wer sich bis dahin nicht gemeldet hat, hat dann keine Chance mehr auf Einlass bei einer der Veranstaltungen?

Wir schließen die Registrierung nach circa vier Wochen und machen dann eine erste Bestandsaufnahme. Falls Veranstaltungen dann noch buchbar sind, öffnen wir für diese Veranstaltungen die Registrierung erneut – bis die Kapazitäten erschöpft sind.

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