Berlin

Zum Geburtstag der Grünen: Werdet erwachsen

Die Grünen haben zur ideologischen Polarisierung beigetragen. Das zeigt sich beispielsweise im Klima-Streit.

40. Geburtstag der Grünen
Von Beginn ihrer Geschichte an haben die Grünen den Umweltschutz-Gedanken nach vorne geschoben, dahinter stand aber immer auch eine kulturmarxistische Agenda. Im Bild: Annalena Baerbock und Robert Habeck, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: Kay Nietfeld (dpa)

Wer 40 Jahre alt ist, braucht keinen Welpenschutz mehr. Genau diesen Geburtstag konnten die Grünen in diesen Tagen feiern. Trotzdem sind sie immer noch das Hätschelkind der deutschen Öffentlichkeit. Das zeigt sich an einem Selbstwiderspruch, der eigentlich klar erkennbar ist, trotzdem nie benannt wird: Die Grünen sind gar nicht grün. Oder konkreter: Sie sind es nicht ausschließlich. Gewiss, so gerecht muss man sein, allein durch ihre Präsenz haben sie sicherlich dazu beigetragen, dass das Bewusstsein für die Bedeutung des Naturschutzes unter den Deutschen enorm gestiegen ist.

Kulturmarxistische Agenda hinter Umwelt-Gedanken

Sie haben aber auch gleichzeitig dazu beigetragen, dass dieses wichtige Thema weniger als eine praktische Aufgabe verstanden wird, sondern fast nur durch die ideologische Brille betrachtet wird. Man merkt es konkret am Klima-Streit: Da gibt es fanatische Greta-Anhänger auf der einen, Verschwörungen witternde Skeptiker auf der anderen Seite -  dazwischen fast nichts. Der Naturschutz wird von allen Meinungslagern dazu missbraucht, sich selbst seine ideologische Zuverlässigkeit zu bestätigen. Und daran sind die Grünen mit Schuld: Von Beginn ihrer Geschichte an haben sie zwar den Umwelt-Gedanken nach vorne geschoben, dahinter stand aber eben immer eine kulturmarxistische Agenda: Auflösung der Familie, Auflösung der Geschlechter - gerade das, was aus naturrechtlicher Sicht eben Teil der menschlichen Natur ist, wird als Überbleibsel einer reaktionären Gesellschaftsordnung diffamiert.

Der Umweltschützer entpuppt sich als getarnter Sozialingenieur

Der Umweltschützer entpuppt sich als getarnter Sozialingenieur, der die Gesellschaft nach seinem ideologischen Bild formen will. Ehrfurcht vor dem Bestehenden - Pustekuchen. Nirgends wird das so klar wie in der Frage des Lebensschutzes. Natürlich müssen Christen die Schöpfung bewahren. Aber den Grünen sind die Kategorien durcheinandergeraten. Sie singen fröhlich weiter "Mein Freund der Baum". Dass es beim Schutz des ungeborenen Lebens um Menschen geht, das wollen sie nicht verstehen und zeichnen lieber Abtreibungsärztin Kristina Hänel aus. Werdet endlich erwachsen.   

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