Was andere Zeitungen schreiben: Pro-Choice-Lüge: Eine Bresche schlagen: Dem Ansehen schaden: Direkte Konfrontation

„The National Catholic Register“ (USA) meint zu den „Catholics for a Free Choice”:

Die katholische Kirche ist die größte Gegnerin der Abtreibung. Wenn durch Lügen der Welt vorgegaukelt wird, die Kirche sei Pro-Choice, für die freie Wahl, dann zerstört man diese Gegnerin nicht, erfindet sie aber neu als Verbündete bei der Abtreibung. Am Ende wird jedoch das Licht über die Dunkelheit siegen. In der Zwischenzeit sollen wir uns nicht verleiten lassen zu denken, die Kultur des Todes sei die Kultur des Lebens.

Seine Wurzeln liegen im tiefsten Kastilien, in Rom und Europa, aber sein Leben wurde in Asien geprägt – auf den Philippinen, dem katholischen Herzen Asiens, und in Japan, dem ewigen Traum des hl. Franz Xaver. Der Blick geht nach Indien, wo die Jesuiten den stärksten Zuwachs haben, und nach China, dem anderen Inkulturationstraum, den der jesuitische Mathematiker des Kaisers, Matteo Ricci, beinahe verwirklichte und den Clemens XI. 1704 zerstörte. Seitdem ist China wie ein Magnet im Herzen der Jesuiten, sie sind stets bereit, es auf den Spuren Riccis wieder für die Kirche zu erobern – diesmal jedoch mit dem Segen oder zumindest mit Einwilligung Benedikts XVI., eines Papstes, der aus demselben Holz geschnitzt ist wie die Jesuiten, der die großen Theologen bewundert und der weiß, dass die Soldaten Christi eine Bresche schlagen müssen. Und dafür müssen sie die Vorhut bilden.

Die vorübergehende Festnahme von Roger Bouka Owoko, dem Leiter des O.C.D.H. (eine Menschenrechtsorganisation, Anm. d. Red.), hat dem Ansehen der kongolesischen Demokratie einen harten Schlag versetzt. Als er am 11. Januar die Verschiebung der Kommunalwahlen, die Aufstellung einer unabhängigen Wahlkommission sowie einen Neuentwurf der Wahlzettel forderte, sagte der Menschenrechtsverteidiger, dies gehöre zu den Aufgaben seiner Organisation. Er wurde von der Polizei verhört, man warf ihm Einmischung in die Politik vor, und er musste sich anhören, dass seine Organisation nicht dazu berechtigt sei und Gefahr laufe, aufgehoben zu werden. Drohungen dieser Art können dem Ansehen des Landes nur schaden.

Man spürt, dass eine Zivilisationskrise einen neuen Zugang der italienischen Kirche zu den Problemen der Gegenwart bewirkt. Die Kirche steht im Dialog mit der Moderne und will deren Vermächtnis retten. Aber sie weiß, dass das nur in Zusammenarbeit mit der Kirche geschehen kann. Die Auseinandersetzungen werden zur direkten Konfrontation, die auch die politische Sphäre betrifft; Homosexualität und Abtreibung werden zum Brennpunkt in einem Konflikt, bei dem es nicht mehr um politische Differenzen, sondern um das Wesen der Zivilisation geht.