Was andere Zeitungen schreiben: Entscheidung über Leben und Tod: Kollektives Erwachen notwendig: Einfühlsamer Intellektueller: Fastenopfer für Notleidende

Die Mailänder Tageszeitung „Il Corriere della Sera” kritisiert den geplanten Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe in Italien:

Die Demokratie kann sich mit allen Dingen befassen, aber nicht mit dem Wesentlichen – den Fragen über Leben und Tod. Sie besitzt nicht die Mittel, um einen radikalen philosophischen Konflikt zwischen gegensätzlichen Auffassungen über das Leben auszutragen. Das Gesetz ist mit Sicherheit der Ort, der am wenigsten geeignet und zu unwirtlich ist, um ihm die letzten Dinge über das Leben anzuvertrauen. Was auch immer die Gesetzesfetischisten denken mögen – es gibt viel mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als ihre Gesetzbücher und Paragraphen fassen können. Das ist leider nun einmal so. Und daran lässt sich nichts ändern. Zwei richtige oder zwei falsche Auffassungen stehen einander gegenüber. Dem Problem wird auf der Grundlage der Mehrheit begegnet werden (und niemand möge sich bitte darüber beklagen: Das ist Demokratie, meine Lieben!). Das bedeutet, dass unsere Auffassung von Leben und Tod mit den Siegern und Verlierern der Wahlen wechseln wird. Wirklich ein schönes Ergebnis.

Das größte Problem dieser Rede ist, wie man sie verstehen wird. Wird Barack Obama dieselbe Aura bewahren wie am Abend seines Wahlsieges oder bei seinem Amtsantritt? Die Hoffnung ist nicht nur die Erwartung der Amerikaner. Das „Wir“, das in den Reden des Präsidenten der Vereinigten Staaten so häufig vorkommt, lässt sich nicht auf eine rhetorische Figur reduzieren. Dieses „Wir“ hat auch jenseits des Atlantiks einen politischen Sinn: die Notwendigkeit eines kollektiven Erwachens.

Zusätzlich zu seinem persönlichen Charme ist Dolan ein bekannter Intellektueller und Historiker. Und im Zuge der Skandale um sexuellen Missbrauch im Jahre 2002, als er mit Fällen in St. Louis betraut war, kam er in den Ruf, aufrichtig und einfühlsam zu sein. Gestern sagte er: „Ich freue mich über den Segen, den Rest meines Lebens als euer Hirte, Nachbar und Freund zu verbringen“. Alle New Yorker sollten Kardinal Egan für seine Jahre im Dienst der ganzen Gemeinschaft danken und Timothy Dolan herzlich willkommen heißen.

In der Fastenzeit ist Almosengeben eng verbunden mit Fasten und Buße. Auf was auch immer wir verzichten – das Geld, das wir sparen, sollte den Bedürftigen zukommen. Am Aschermittwoch werden wir gewiss der Opfer unserer schrecklichen Buschbrände gedenken. Sie brauchen weiterhin Unterstützung. Darüber hinaus sollten wir über alle Notleidenden nachdenken und darüber, wie wir ihnen das Leben erträglicher gestalten können.