Presse: Skrupellose Ausbeutung der Not

„France Catholique“ schreibt die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer der Geschäftemacherei mit menschlicher Not zu:

Die humanitäre Notlage gebietet, alles zu tun, um so viele Menschenleben zu retten wie möglich. Andererseits gibt es ein mafiöses System, das die Not auf möglichst lukrative Weise ausbeutet, wobei die Ausbeuter immer skrupelloser werden: skrupellos gegenüber den Migranten, denen sie ihr gesamtes Geld abnehmen, skrupellos auch im Hinblick auf die Boote, die Migranten aufnehmen – zumal sie die morschen Kähne, die sie für ihre Geschäfte brauchen, zurückbekommen wollen. Wie kann man akzeptieren, dass ein solches System sein Gesetz aufzwingt? Hier liegt in erster Linie die Verantwortung für die Tragödie.

Was bedeutet „Ehe“?

Die US-Zeitung „Our Sunday Visitor“ plädiert für eine strikte Trennung staatlicher und kirchlicher Eheschließung:

Eine gerichtlich angeordnete Legalisierung der Homo-„Ehe“ wirft auch die Frage auf, ob die Kirche weiterhin für den Staat Eheschließungen registrieren sollte. Denn das macht die Kirche anfälliger für legalen Druck, und es setzt auch voraus, dass Kirche und Staat mit „Ehe“ dasselbe meinen. Das ist jedoch nachweislich nicht der Fall, wenn der Staat gleichgeschlechtliche Verbindungen als Ehen betrachtet. Viele, die eine Beendigung dieser besonderen Beziehung zwischen Kirche und Staat befürworten, sagen, dass sie in einer Zeit, in der viele Katholiken über die Bedeutung der Ehe bereits verwirrt sind, zu noch größerer Verwirrung führt.

Bleibende Früchte des Pontifikats

Zum 10. Jahrestags der Wahl Benedikts XVI. erinnert der „Catholic Herald“ an den Papst-Besuch in Großbritannien:

Die Früchte des Besuchs genießen wir noch heute. Das Ansehen der Katholiken in Großbritannien ist gestiegen, antikatholischer Fanatismus zurückgegangen. Das erklärt auch, warum Kritiker von Papst Franziskus im britischen Volk heute nicht viel Gehör finden. Und die „Neuen Atheisten“ finden lange nicht dieselbe Plattform wie vor dem Besuch Benedikts XVI.

Ohne Karfreitag kein Ostern

In Trinidad und Tobago beklagt „Catholic News“ die zunehmende Praxis, Osterparaden schon vor Ostern abzuhalten:

Immer häufiger gibt es Osterparaden in Einkaufszentren und an anderen öffentlichen Orten, ebenso wie in Kindergärten und Grundschulen, bis auf die Straßen hinaus, mit Musikzügen und DJs. Ist es jedoch richtig, dass diese Paraden manchmal schon vor Ostersonntag stattfinden? Natürlich sind die herausgeputzten Kinder ein Anblick, der Freude bereitet. Aber verwirren wir sie nicht? Meine Sorge ist die Wahl des Zeitpunkts und die Tatsache, dass katholische Schulen sich diesem Trend anschließen. Die Paraden sollten am Ostersonntag beginnen, wenn die Schönheit und die Bedeutung des neuen Lebens sich in ganzer Pracht entfalten. Ohne die Auferstehung gäbe es kein Ostern. Wie können Osterparaden also vor Karfreitag stattfinden?