Presse: Ohrenbetäubendes Schweigen

Zum Hochfest „Mariä Himmelfahrt“ mahnt die Mailänder Tageszeitung „Avvenire“ zum Gedenken an die verfolgten Christen:

Die Prozessionen, die heute stattfinden, sollten als Augenblicke des Gebets und des christlichen Zeugnisses verstanden werden, aber auch als Gelegenheit, das ohrenbetäubende Schweigen der westlichen Welt mit Sinn zu füllen – einer Welt, die immer bereit ist zu demonstrieren, wenn es um „politisch korrekte“ Anliegen geht.

Über Franziskus‘ Worte nachdenken

In Seoul ruft die „Korea Times“ nach dem Papstbesuch Politiker und Wirtschaftsführer zur Gewissensprüfung auf:

Politiker und Wirtschaftsführer sollten darüber nachdenken, warum die Koreaner – auch die Nichtkatholiken – diesem geistlichen Oberhaupt, das den Unterprivilegierten freundlich und demütig begegnet und die Reichen und Mächtigen kompromisslos konfrontiert, eine solche Begeisterung entgegenbringen. Der Papstbesuch sollte denen, die Macht und Geld besitzen, als Gelegenheit dienen, über sich selbst, ihre Gier und ihre Misswirtschaft nachzudenken. Koreas Verantwortungsträger sollten sich schämen, unser Land in eine solche Unordnung zu stürzen. Wenn sie es nicht tun, schämt der Papst sich für sie.

Düstere Folgen für die Weltpolitik

Der nordirische „Belfast Telegraph“ warnt vor der Verbreitung radikaler Formen des Islam auch im Westen:

Saudi-Arabien unterstützt den Wahhabismus, der die Scharia vorschreibt und Schiiten und Sufis als Häretiker betrachtet, die wie Christen und Juden verfolgt werden müssen; er verdrängt immer mehr den Sunnismus als Mainstream im Islam. Saudi-Arabien finanziert die Ausbildung von Predigern und den Bau von Moscheen. Die Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten vergiften in allen islamischen Gemeinschaften die Beziehungen der beiden Strömungen. Militante Gruppen sind nicht nur eine Bedrohung für Syrien, den Irak und ihre Nachbarn. Was dort geschieht, beeinflusst – zusammen mit der wachsenden Dominanz des intoleranten Wahhabismus – zunehmend alle 1,6 Milliarden Muslime, ein Viertel der Weltbevölkerung. Der Westen wird von dem Konflikt kaum unberührt bleiben. Der Dschihadismus, der die politische Landschaft im Irak und in Syrien verändert hat, wirkt sich auf die Weltpolitik aus – mit düsteren Folgen für uns alle.

Blasphemischer Hass-Event

Der „National Catholic Reporter“ über eine geplante öffentliche Schwarze Messe in der Stadthalle von Oklahoma City:

Oklahoma hat Anti-Blasphemie-Gesetze. Oklahoma City verbietet die Verfolgung, Bedrohung oder Verunglimpfung von Menschen aufgrund ihrer Religion und die Schändung religiöser Stätten. Die Verfassung der Vereinigten Staaten besagt nichts anderes. Sollte man den Stadtrat darüber aufklären? Wer wird den Kampf gewinnen? Oklahoma City, das ein öffentliches Gebäude zur Verfügung stellt, damit Christen dort verhöhnt und beleidigt werden? Oder die Satanisten, die dort einen nationalen Hass-Event veranstalten? Verlierer sind auf jeden Fall die Zivilisation und der gesunde Menschenverstand.