Presse: Hoffnung ist das wahre Wunder

Die Mailänder Tageszeitung „Avvenire“ schreibt zum Pastoralbesuch von Papst Franziskus in Neapel:

Neapel spürte an diesem Sonntag, dass ein gütiger Blick auf ihm ruhte. Als Kardinal Sepe im Dom die Ampulle hochhielt, in der das Blut des heiligen Gennaro sich verflüssigte, brach die Menge auf der Piazza in lauten Jubel aus – fast wie nach einem schönen Fußballtor, das man mit Spannung erwartet hat. In der christlichen Überlieferung heißt es, dass der Glaube der Menschen die notwendige Voraussetzung dafür ist, dass Wunder geschehen. Wie viele Menschen haben am Wochenende in Neapel gebetet, gefleht, gehofft! Und sind nach Hause zurückgekehrt im Bewusstsein, dass „hoffen bedeutet, dem Bösen zu widerstehen“. Dass hoffen bedeutet, jeden Tag neu zu beginnen. Das ist vielleicht das größte Wunder.

Kein Recht, sondern ein Drama

40 Jahre nach Einführung der Abtreibungsgesetzgebung in Frankreich schreibt die Tageszeitung „La Croix“:

Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein „Recht“, und damit basta, sagen militante Abtreibungsbefürworter und werfen den Lebensschützern vor, „Frauen eine traumatische Sicht von der Abtreibung zu vermitteln“. Schon der geringste Hinweis auf negative Folgen wird als Angriff auf dieses „Recht“ betrachtet. In Wirklichkeit ist jedoch die Tatsache, dass geleugnet wird, dass bei zahlreichen Frauen eine Abtreibung lebenslange Ängste auslöst, die wahre Gewalt, die ihnen angetan wird. Nach 40 Jahren sind die Worte von Simone Veil immer noch deutlich zu hören: Eine Abtreibung „ist immer ein Drama und wird immer ein Drama bleiben“.

Gewissensfreiheit muss Anliegen aller sein

In den USA ruft die Zeitung „Our Sunday Visitor“ zu einer verbesserten Katechese Erwachsener auf:

Obwohl die Religionsfreiheit in der US-Verfassung verankert ist, gibt es einen harten Kampf um den Schutz der Gewissensfreiheit. Leider ist gerade in einer Zeit, in der die Kirche die Unterstützung aller Gläubigen braucht, das Verständnis für die Position der Kirche in Bezug auf kontroverse Fragen äußerst gering. Die Erwachsenenbildung ist der am meisten vernachlässigte Bereich der Katechese. Wir benötigen eine Strategie, um das Kirchenvolk weiterzubilden, zu evangelisieren und zu engagieren, damit Katholiken selbst die Notwendigkeit erkennen, die Gewissensfreiheit zu schützen.

Unterdrückung im Namen des Geldes

„Asia News“ zeigt wirtschaftliche Gründe für die Unterdrückung der Kirche in China auf:

Wie schon oft gezeigt, haben die Patriotische Vereinigung und das Ministerium für religiöse Angelegenheiten Güter und Gelder der Kirche im Wert von mindestens 13 Milliarden Euro beschlagnahmt, die den chinesischen Gesetzen zufolge den rechtmäßigen Besitzern erstattet werden müssen. Die Verfolgung in China geschieht schon seit langem nicht mehr aus ideologischen Gründen, sondern im Namen einer Habgier und des Götzen der ungerechten Bereicherung – genau das, was Papst Franziskus und Xi Jinping beide verurteilen.