Presse: Erneuerung statt weltliche Ideologien

Die Pariser Wochenzeitung „France Catholique“ setzt große Hoffnungen in die Synode über die neue Evangelisierung:

Wenn das II. Vatikanum nicht zu dem Frühling der Kirche geführt hat, den Johannes XXIII. sich erhofft hatte, dann nicht nur, weil unsere Zivilisation von einer tiefgreifenden Entchristlichung erschüttert wurde, sondern auch, weil viele statt nach Erneuerung zu suchen lieber auf den Wellen der Ideologien des Augenblicks geritten sind. Die fehlende Weitergabe des Glaubens und Apostasie entspringen weltlichen Idealen. Auf der Synode über die neue Evangelisierung in Rom verbergen die Bischöfe diese Entwicklungen, die die Entchristlichung begleitet haben, nicht. Nur der Glaube kann neuen Mut und neue Kraft schenken für den Aufbau der heutigen Welt.

Unruhe des Odysseus

Die Zeitung „Avvenire“ (Mailand) kommentiert den Sprung von Felix Baumgartner:

Was treibt einen Mann, aus eine Höhe herabzuspringen, aus der heraus die Erde eine Kugel ist, die Ozeane blau, die Wälder und Wüsten gleich und die Städte der Menschen nicht mehr zu erkennen sind? Es ist die Unruhe des Odysseus, aber auch die Hybris der Herausforderung (auf Baumgartners Website steht: „Alle haben Grenzen – nicht jeder akzeptiert sie“). Derselbe Mann sagte jedoch, nachdem man ihn über dem Nichts schweben gesehen hat: „Man muss sehr hoch steigen, um zu verstehen, wie klein wir sind.“ Der Wunsch, Grenzen zu überschreiten, ins Unbekannte vorzustoßen, gehört zu Entdeckern und Forschern. Wer jedoch an die äußerste Grenze stößt, dem kann es passieren, nach der Rückkehr zu bezeugen: Man muss sehr hoch steigen, um zu verstehen, wie klein wir sind. Er hat das Wesentliche verstanden.

Ausgrenzung nicht tolerieren

„The Southern Cross“ (Kapstadt) ist empört über die Weigerung eines Satellitennetzwerkes, die Programme von ETWN zu übertragen:

Indem es katholische Programme ablehnt, teilt Multichoice mit, dass ihre Arbeit unerwünscht ist und zeigt so Geringschätzung gegenüber der katholischen Kirche. Als Konsumenten und als Katholiken können wir eine solche Behandlung nicht tolerieren. Die Katholiken in Südafrika dürfen es nicht länger hinnehmen, ausgegrenzt und beleidigt zu werden. Alle, Bischöfe, Klerus und Laien, müssen sich erheben und gegen die schleichende Ausgrenzung ihrer Kirche und ihres Glaubens protestieren.

Schatten der Weimarer Republik

Das katholische Wochenblatt „The Tablet“ (London) warnt vor einem zu strengen Sparkurs für Griechenland:

Merkel ist nach Athen gereist, um den Griechen zu sagen, dass es keine Alternative gibt. Sie sollte darauf hören, was der IWF sagt. Sie hat zuhause eigene Probleme – die deutsche Öffentlichkeit hat kein allzu großes Mitleid mit Griechenland. Ein anhaltender Sparkurs als Wirtschaftsprogramm führt jedoch nicht zum Wachstum, sondern – wie in der Weimarer Republik – zu Chaos und Elend, und zur Erhebung der extremen Rechten.