Presse: Ehekatechese wäre heilsam

In den Vereinigten Staaten kommentiert der „National Catholic Register“ die Debatte um eine mögliche Vereinfachung der Ehenichtigkeitsverfahren:

Vielleicht brauchen wir keine Änderungen im Ehenichtigkeitsverfahren, sondern vielmehr bessere Aufklärung darüber, warum diese Verfahren so geführt werden. Vielleicht kommt die Frustration über das kirchenrechtliche Verfahren nicht so sehr aus Mängeln, die dem Verfahren anhaften, sondern vielmehr aus der mangelnden Anerkennung der Tatsache, dass ihr Ziel darin besteht, die Wahrheit über die Ehe zu schützen. Vielleicht sollte man nicht versuchen, durch Rechtsprechung zu reparieren, was besser durch Katechese geheilt werden sollte.

Wer belehrt wen in der Weltkirche?

Der „Catholic Herald“ (London) bittet die Kirche in Deutschland wegen des Glaubensrückgangs um größere Demut:

Deutschland hat das Geld (dank der Kirchensteuer); zusammen mit Amerika bezahlt es einen großen Teil der Rechnung für die Weltkirche. Dank seines Universitätssystems steht Deutschland auch in der Theologie an erster Stelle. (Der größte lebende Theologe, Joseph Ratzinger, ist Bayer.) Aber Deutschland ist auch ein Ort, an dem, vielleicht ebenfalls aufgrund der Kirchensteuer, der Glaube stark im Rückgang begriffen ist. (Wir verweisen dazu auf Benedikt XVI.) In Korea, Kenia und anderswo außerhalb ihrer traditionellen Kernländer ist die Kirche im Wachstum begriffen. Können wir wirklich erwarten, dass deutsche Theologen Afrikaner und Asiaten weiterhin den Glauben lehren, etwa in Bezug auf die Sexualmoral? Sollte es nicht eher andersherum sein?

Selbstmord und Euthanasie sind tabu

In Dublin warnt „The Irish Catholic“ angesichts psychisch labiler Menschen vor der Verharmlosung des Selbstmords:

Wenn wir sagen, Selbstmord sei manchmal akzeptabel, wird er zunehmend als akzeptabel betrachtet. In Belgien dürfen todkranke Kinder auf Verlangen getötet werden, und auch Menschen, die nicht todkrank sind, können auf Euthanasie zurückgreifen. Eine Person, deren „Geschlechtsumwandlung“ nicht gelungen ist, wurde auf Verlangen getötet. Taube Zwillinge, die erblindeten, wurden auf Verlangen getötet. Eine neue Norm in Bezug auf Tod, Sterben und Selbstmord wird geschaffen. Das Signal, das dadurch an psychisch labile Menschen gesandt wird, ist katastrophal.

IS stürzt die Welt in Unsicherheit

Die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ schreibt zum Terror des IS:

Während nach dem 11. September Anschläge auf die großen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zentren befürchtet wurden, so können die Ziele heute unendlich viele sein: von Gedenkstätten bis hin zu einzelnen Wachsoldaten. Die Gewöhnung an die schrecklichen Bilder der Massaker in Syrien, die Enthauptungsvideos des IS, die für uns alle grauenhaft sind, aber gleichzeitig neue fanatische Splittergruppen hervorbringen können, lässt ein neues Szenarium entstehen.