Presse: Christenverfolgung als Übel benennen

Die Londoner Zeitung „The Telegraph“ wünscht für 2014 mehr Einsatz gegen die Verfolgung von Christen:

Wie Antisemitismus und Islamphobie muss auch die Verfolgung von Christen als das Übel benannt werden, das sie ist. Gläubige und Nichtgläubige müssen sich dagegen wehren. Dadurch unterstützt man nicht einen Glauben gegen einen anderen, sondern bringt zum Ausdruck, dass die Verfolgung und Unterdrückung von Mitmenschen im Namen irgendeines Gottes oder einer Ideologie immer moralisch verwerflich sind. Im 21. Jahrhundert müssen wir Gesellschaften aufbauen, die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Religionsfreiheit überall auf der Welt achten.

Väter müssen Vorbilder sein

Im Antillenstaat Trinidad und Tobago hebt „Catholic News“ zum Fest der Heiligen Familie die Rolle der Väter hervor:

Die Familie ist der Eckstein einer jeden Gesellschaft, und die Väter spielen eine zentrale Rolle. Bei uns in der Karibik müssen die Männer erkennen, dass ihre Aufgabe nicht nur darin besteht, das Essen auf den Tisch zu bringen, sondern dass sie ihren Kindern auch Liebe und Unterstützung zeigen müssen, indem sie an ihren Freuden und an ihren Schmerzen teilhaben, ihnen beim Lernen helfen und verantwortungsvolle Vorbilder sind, besonders für die Jungen.

Aus Mandela keinen Mythos machen

In Kapstadt mahnt „The Southern Cross“, die Gestalt von Nelson Mandela nicht von der Politik zu lösen:

Nelson Mandela tadelte Bush für die Invasion des Irak, widersprach Mbeki, wandte sich gegen Israel aufgrund des Unrechts gegenüber den Palästinensern. Viele Menschen, die Mandela in diesem Monat ihren Tribut zollten, haben all das scheinbar vergessen, Mandela entpolitisiert und sogar den Mythos geschürt, er habe „über der Politik“ gestanden. Es wäre ein Hohn auf ein großes Leben, wenn wir uns an Mandela als joviale Persönlichkeit erinnerten und nicht an den Mann, der sich stets gegen Unrecht gewandt hat.

Geheimnisvolle Wege der Kirche

Die Mailänder Tageszeitung „Avvenire“

erinnert im Rückblick auf 2013 an den Amtsverzicht Benedikts XVI.:

„Als Christen wissen wir“, sagte Benedikt XVI. am 8. Februar, „dass die Zukunft uns gehört und der Baum der Kirche kein sterbender Baum ist, sondern der Baum, der immer wieder neu wächst.“ Ein Baum, der Blätter verliert, aber wieder ausschlägt: Sehen wir nicht genau das in den ersten Monaten des Pontifikats von Franziskus? Er hat sofort die richtigen Worte gefunden, um Christus heute zu verkündigen. Der Kardinal im fernen Buenos Aires hatte keine Ahnung, was ihm bevorstand. Und auch Benedikt wusste nicht, wer sein Nachfolger sein würde. Auf geheimnisvollen Wegen folgte die Kirche ihrem Schicksal, als Boot, das von einem Anderen gelenkt wird. Durch seinen Amtsverzicht hat Benedikt uns gesagt, dass alles wahr ist: Christus lebt in der Geschichte. Dafür danken wir ihm. Für die Logik, die eine andere ist als die der Welt, und die er uns durch seine demütige und mutige Geste bezeugt hat.