Presse: Ballast über Bord werfen

In Madrid lobt die „ABC“ das jüngste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus:

„Evangelii gaudium“ ist revolutionär, weil es die Rückkehr zum Wesentlichen fordert und Überflüssiges über Bord wirft. 1870 wurde viel über den Verlust des Kirchenstaats gejammert. In Wirklichkeit haben die italienischen Patrioten die Kirche von einem enormen politischen, wirtschaftlichen, militärischen und territorialen Ballast befreit. Seitdem konzentrieren die Päpste sich auf ihre religiöse Aufgabe, und alle waren vorbildlich. Franziskus will jetzt strukturellen und mentalen Ballast loswerden. Er will eine geistliche Kirche, die für die Armen Sorge trägt, die freudig und frei ist.

Gemeinsam für Christen im Nahen Osten

Die Pariser Wochenzeitung „France Catholique“ schreibt anlässlich des Besuchs des russischen Präsidenten Putin im Vatikan:

Die Verteidigung der Christen im Nahen Osten ist ein gemeinsames Ziel. Vor allem Syrien ist ein wunder Punkt, und der Heilige Stuhl steht hinter dem russischen Präsidenten, wenn dieser als Beschützer der Christen auftritt, die unter einem Sieg der Islamisten am meisten zu leiden hätten. Zwar ist die Trennung von Staat und Religion eine Voraussetzung für die Gewissensfreiheit, aber das geopolitische Gleichgewicht bestimmt das Schicksal der Religionsgemeinschaften.

Sterbebegleitung statt Euthanasie

„The Catholic Herald“ fordert mehr Barmherzigkeit im Umgang mit Sterbenden:

Der Druck in Richtung Euthanasie wird von einem Kader einflussreicher Atheisten ausgeübt. Sie fürchten sich selbst vor dem Tod und sublimieren ihn für andere. Ihre Auffassung vom Lebens ist rein pragmatisch: Wenn jemand nicht mehr weiterleben will, warum soll man ihn dazu zwingen? Dies hat nichts mit Güte, Mitgefühl oder Würde zu tun. Man vergleiche es mit den Worten des Heiligen Vaters: „Wer Barmherzigkeit übt, fürchtet den Tod nicht.“ Hier geht es nicht um das Töten aus „Barmherzigkeit“, sondern um die Begleitung von Menschen, die sich dem natürlichen Ende ihres Lebens nähern. Sterbebegleitung ist ein Akt christlicher Barmherzigkeit.

Aidswaisen unterstützen

„The Southern Cross“ ruft zur Unterstützung der von Aids Betroffenen auf:

Südafrika ist das Land mit den meisten HIV-positiven Menschen. Die Zahl neuer Infektionen geht nicht zurück. Über zwei Millionen Kinder sind verwaist; Aidskranke haben immer noch mit enormen spirituellen, psychologischen und sozialen Problemen zu kämpfen. Die Antwort der katholischen Kirche auf Aids hat sich jedoch gewandelt: Sie bietet nicht mehr nur klinische Versorgung an, sondern geistliche und pastorale Hilfe für die Aidskranken sowie für die Waisen und Kinder, die durch ihre Lebensumstände verwundbar geworden sind. Hier liegt eine Chance für jeden Katholiken, seinen Glauben zum Ausdruck zu bringen durch die barmherzige Fürsorge für die „Geringsten unserer Brüder“, um wirklich „Frohbotschaft für die Armen“ zu sein.