Würzburg

Preisverleihung auf der Festung Marienberg

Die Stiftung „Ja zum Leben“ ehrte Mechthild Löhr und die Initiative FamilienAllianz.

Stiftung Ja zum Leben verleiht Stiftungspreis
Als Einzelperson geehrt wurde Mechthild Löhr, Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben. Als Sozialprojekt wurde die FamilienAllianz ausgezeichnet, ein österreichischer Verein zur Unterstützung junger Menschen und Familien, vertreten durch Franz und Magdalena Kesselstatt. Foto: Stiftung Ja zum Leben/Katja Kraus

Über den Dächern von Würzburg, hat die Stiftung „Ja zum Leben“ am Samstag die Bundesvorsitzende der „Christdemokraten für das Leben“, Mechthild Löhr, und die österreichische Initiative „FamilienAllianz“ mit dem diesjährigen Stiftungspreis ausgezeichnet.

„Der Stiftungspreis würdigt Personen oder Einrichtungen, die sich um die Förderung von Frauen im Schwangerschaftskonflikt, um den Schutz von ungeborenen Kindern oder die Unterstützung von Familien verdient gemacht haben“, erläuterte Marie Elisabeth Hohenberg, Vorsitzende des Stiftungsvorstand, bei der der feierlichen Verleihung den Zweck des Preises. Beide Preisträger erhielten ein Preisgeld von je 10.000 Euro.

An der Preisverleihung auf der Festung Marienberg, die von dem Fernsehsender EWTN live ins Internet übertragen übertragen wurden, nahmen mehr als 300 Personen teil.

Lebensrechtsbewegung maßgeblich geprägt

Als Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben habe Löhr in den vergangenen 18 Jahren die Lebensrechtsbewegung in Deutschland und darüber hinaus „maßgeblich geprägt“. Löhr sei nicht nur eine ungewöhnlich begabte Netzwerkerin und Organisatorin von „Symposien für Fachleute und Entscheidungsträger“, sie stehe auch an vorderster Front, „wenn es darum geht, gegen neuen Verletzungen des Lebensrechts“ zu demonstrieren, erklärte der Osnabrücker Sozialwissenschaftler Manfred Spieker, der die Laudatio auf Löhr hielt.

Hoffnungsträger in Österreich

Die Laudatio auf die FamilienAllianz, die bei Preisverleihung durch die Eheleute Franz und Magdalena Kesselstatt repräsentiert wurde, hielt der emeritierte Bischof der Diözese Sankt Pölten, Klaus Küng. Küng, der in der Österreichischen Bischofskonferenz fast 30 Jahre lang, die Aufgaben des Referatsbischofs für Ehe und Familien sowie Lebensschutz und Bioethik wahrgenommen hatte, sagte die FamilienAllianz gehöre „zu den Hoffnungsträgern in Österreich und im deutschen Sprachraum“. Sie unterstütze Familien, Kinder auf der Basis christlicher Werte zu erziehen und setze sich gegen die Frühsexualisierung von Kindern in Kindergärten und Schulen zur Wehr, in dem sie beispielhafte Materialien für Eltern erstelle.

Pontifikalamt im Käppele

Begonnen hatte die Preisverleihung mit der Feier eines Pontifikalamtes in der Würzburger Wallfahrtskirche Käppele. Der Gottesdienst, der von den Limburger Domsingknaben unter der Leitung von Andreas Bollendorf musikalisch gestaltet wurde, wurde von den Fernsehsendern K-TV und EWTN live übertragen.

Die Stiftung „Ja zum Leben“ war 1988 von Johanna Gräfin von Westphalen (+2016) und ihrem Sohn Friedrich Wilhelm Graf von Westphalen (+2001) gegründet wurden. Stiftungsratmitglieder sind unter anderen Elisabeth Motschmann, MdB, Hartmut Steeb von der Evangelischen Allianz und Gloria Fürstin Thurn und Taxis.

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