PRESSE: Waffenfreiheit einschränken: Die Wochenzeitung der US-amerikanischen Jesuiten, „America Magazine“, setzt sich für stärkere Waffenkontrollgesetze in den Vereinigten Staaten ein:: Kongo: Was wichtig ist für das Land: „Semaine Afric

Der Gouverneur von Louisiana hat einen Gesetzesentwurf unterzeichnet, der Handfeuerwaffen in Kirchen gestattet. Virginia erlaubt das Tragen von Waffen in Lokalen mit Alkoholausschank. Die Vereinigungen zur Vorbeugung gegen Waffengewalt sind bemüht, derartige Gesetze zu verhindern und der illusorischen Botschaft der Waffenlobby, dass mehr Waffen größere Sicherheit bedeuten, entgegenzuwirken. Bei amerikanischen Kindern im Alter bis zu 14 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, erschossen zu werden, 16 Mal höher und die eines Selbstmords durch Erschießen 11 Mal. Das zeigt, dass wir mehr und bessere, nicht weniger und schwächere Waffenkontrollgesetze brauchen.

Zwei in unserem Land noch neue Berufe sind wichtig für die Landreform. Der Notar garantiert die Echtheit der Schriftstücke und hält durch ihre Archivierung die Erinnerung wach. Im Dienst des Familienbesitzes wahrt und modernisiert er alte Bräuche, schafft den Übergang von der mündlichen zur schriftlichen Kultur und beherrscht die Kunst und Wissenschaft der Übertragung von Eigentum von einer Generation auf die nächste. Der Sozialmanager unterstützt den kulturellen Wandel.

Die Massenmorde wären nicht möglich gewesen ohne das, was Solschenizyn als den Multiplikationscharakter der Ideologie bezeichnet: Individuen werden fanatisiert und in den Dienst einer zerstörerischen Utopie gestellt. Die Ideologie der Roten Khmer gründete auf dem sinnlosen Vorhaben, ein neues Volk zu schaffen. Damit wurde ein Mythos aufgegriffen, der so alt ist wie die Revolution, der aber nur dadurch ad extremis geführt werden konnte, dass man keine moralischen Einwände zuließ, um ihm entgegenzuwirken oder ihn abzuschwächen.

Es ist zu einfach zu moralisieren, und zu bequem, nichts zu sagen – als sei es normal, dass es bei einer Massenzusammenkunft von Jugendlichen 20 Tote und hunderte Verletzte gibt, bei denen man nicht weiß, für welches Ideal oder welchen Wert sie geopfert wurden. Es drängt sich der Vergleich mit den Weltjugendtagen auf, bei denen bis zu eine Million Jugendlicher zusammenkommt, so etwas jedoch nie passiert ist. Liegt das an der besseren Organisation, am Geist der Teilnehmer, an beidem oder vielleicht an anderen Dingen?