Menschenrechtler äußern scharfe Kritik an Libyen

Göttingen (DT/KNA) Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert, Libyen vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auszuschließen. Es sei nicht richtig, dass Libyen über die Lage der Menschenrechte in der Welt berate, während Staatschef Muammar al-Gaddafi willkürlich Demonstranten zusammenschießen lasse, erklärte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen. „Ein Unrechtsregime, das die eigene Bevölkerung von Sicherheitskräften und ausländischen Söldnern massakrieren lässt, sollte das Recht verwirkt haben, über die Einhaltung von Menschenrechten in anderen Ländern zu entscheiden“, so Delius. Die GfbV kritisierte zudem, dass Gaddafi tausende afrikanische Migranten, die zum Teil seit Jahren in Libyen lebten, willkürlich und gewaltsam in ihre Heimatländer abschiebe.