Kommentar: Falsche Antwort Frauenweihe

Von Oliver Maksan

Oliver Maksan. Foto: DT
Oliver Maksan. Foto: DT

Roma locuta, causa finita: In luftiger Höhe und mit zwei Sätzen hat sich Papst Franziskus jetzt auf dem Rückflug von Schweden nach Rom in die Lehrkontinuität mit seinen Vorgängern gestellt. Zur Frauenordinationhabe Papst Johannes Paul II. das letzte deutliche Wort gesagt. Und dieses bleibe gültig, so der Heilige Vater. (siehe S. 6). Tatsächlich hat Johannes Paul in seinem Schreiben Ordinatio sacerdotalis die Frage der Priesterweihe der Frau 1994 mit höchster Autorität entschieden. Es wird sie nicht geben. Der heilige Pole auf dem Stuhle Petri hat damit aber keinen Willkürakt gesetzt, sondern schlicht die seit apostolischer Zeit ununterbrochen geübte Praxis der Kirche in Ost wie West bestätigt. Diese wiederum ist in der Berufung der Apostel durch den Herrn selbst grundgelegt. Weil das Weihesakrament gemäß der Lehre des letzten Konzils aber eine Einheit bildet, wird es auch keine Bischöfinnen geben können, genauso wenig, wie es Diakoninnen geben kann, die am Weihesakrament Anteil haben. Das ist durch die maßgebliche apostolische Tradition nicht gedeckt.

Es ist zu hoffen, dass die Papstworte auch im deutschsprachigen Raum gehört werden. Denn hier hat man das langfristige Ziel weiblicher Priester nicht aufgegeben. Weil man/frau aber die Weihe der Frau für derzeit unerreichbar hält, konzentrieren sich nicht wenige Theologen und pastorale Hauptamtliche auf das Nahziel Diakonat der Frau. Tragisch dabei ist, dass diese Strategie theologisch ins Leere laufen muss, während sie gleichzeitig wertvolle Energien bindet, die zur Neu-Evangelisierung nötig wären. Am Frauenpriestertum wird die Kirche genauso wenig genesen, wie sie an seinem Fehlen krankt. Die Lage der protestantischen Gemeinschaften, in denen die Frauenordination flächendeckend verwirklicht ist, sollte zu denken geben. Es gibt im Tiefsten eben keine Strukturkrise, sondern eine Krise des Glaubens an Gott und seine Offenbarung in Christus. Es braucht überzeugende Antworten auf die letzten Fragen. Mit der nach der Frauenweihe muss man sich deshalb nicht länger aufhalten. Sie ist längst beantwortet.