Gießen

Kommentar: Des Teufels Sorgen

Während sich das gesamte Gesundheitssystem auf eine durch die Corona-Pandemie bedingte Ausnahmesituation einstellt, sorgt sich die Abtreibungslobby um ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage.

Abtreibungslobby in Corona-Zeiten
Versteht man die Twitter-Nachrichten der Abtreibungslobby richtig, dann besteht ihre größte Sorge derzeit darin, wie sich den Corona-Toten möglichst viele weitere hinzufügen lassen. Foto: Silas Stein (dpa)

In Krisen zeigen Menschen häufig ihr wahres Gesicht. Jene, die jetzt für besonders gefährdete Menschen den Einkauf erledigen oder die Kinder von medizinischem Personal und Sicherheitskräften hüten. So wie jene, die mit gefälschten Nachrichten Panik in sozialen Netzwerken zu verbreiten suchen oder aus Kliniken Desinfektionsmittel und Schutzkleidung stehlen, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verhökern.

Hänel: Abtreibungen nicht als "elektive Behandlungen" betrachten

Wer meint, damit wäre der Gipfel der Niedertracht zumindest erreicht, ist auf dem Holzweg. Denn er hat seine Rechnung ohne die Abtreibungslobby gemacht. Versteht man deren zahlreiche Einlassungen auf den einschlägigen Twitter-Accounts richtig, dann besteht ihre größte Sorge derzeit darin, wie sich den Toten, die das Virus SARS-CoV-2 auch in Deutschland zu fordern begonnen hat, möglichst viele weitere hinzufügen lassen.

Während sich das gesamte Gesundheitssystem auf das keinesfalls ausgemachte Worst-Case-Szenario vorbereitet, Klinikroutinen umstellt, Personal umschult und alles unternimmt, um die im europäischen Vergleich üppige Zahl von mehr als 28.000 intensivmedizinischen Betten zu verdoppeln, fordern Hänel & Co. vorgeburtliche Kindstötungen dürften in der Corona-Krise keinesfalls als „elektive Behandlungen“ betrachtet werden. Schwangerenkonfliktberatungsstellen müssten jetzt Beratungen per Telefon und Videoschalte anbieten. Ärzte sollten die Einnahme der Abtreibungspille in den eigenen vier Wänden telemedizinisch begleiten.

Abtreibunglobby sorgt sich, dass ihre tödlichen Dienstleistungen nicht unentgeltlich erfolgen

Und last but least: Die Anträge für die Kostenübernahme vorgeburtlicher Kindstötungen müssten ungewollt Schwangeren unbedingt nun online zur Verfügung gestellt werden. Da fürchten, weil die Wirtschaft faktisch geschlossen hat, Millionen Deutsche um ihre Existenz und die Abtreibungslobby sorgt sich, darum, dass keine ihre tödlichen Dienstleistungen unentgeltlich erfolgt. So sehen sie aus: Die Sorgen des Teufels.

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