Kiel: Streit über Sexualerziehung

Der Richterwahlausschuss des Landtages von Schleswig Holstein hat die Nominierung des Hamburger Rechtsanwaltes und Rechtswissenschaftlers Christian Winterhoff für das Landesverfassungsgericht zurückgezogen.

Kiel/Lübeck (DT) Der Richterwahlausschuss des Landtages von Schleswig Holstein hat die Nominierung des Hamburger Rechtsanwaltes und Rechtswissenschaftlers Christian Winterhoff für das Landesverfassungsgericht zurückgezogen. Der Grund dafür liegt laut einem Bericht der Lübecker Nachrichten vom vergangenen Freitag darin, dass sich Winterhoff kritisch zur Sexualerziehung an Schulen geäußert habe. 2016 habe Winterhoff in einem Gutachten für den Verein „Echte Toleranz“ festgestellt, dass „schulischer Unterricht mit dem Ziel, die Schüler zur – im Sinne einer Befürwortung verstandenen – Akzeptanz jeglicher Art von Sexualverhalten zu erziehen, als verfassungswidrig“ einzustufen sei. Schließlich sei dem Juristen zur Last gelegt worden, dass er im Mai 2017 bei einem Symposium der „Demo für alle“ aufgetreten sei, bei der er ebenfalls Kritik an der vorherrschenden Sexualpädagogik an Schulen geäußert habe. Winterhoff war von der CDU vorgeschlagen worden. Diese habe aber nun zusammen mit den anderen Koalitionsparteien FDP, Grüne und SSW ihre Nominierung zurückgezogen.