Berlin

Kalif warnt vor Atheismus

Das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, hat in Berlin zu Frieden und Toleranz aufgerufen.

Das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, hat in Berlin zu Frieden und Toleranz aufgerufen. Zugleich warnte er Europa vor dem Verlust seiner religiösen Werte. Man könne nicht leugnen, dass sich vor allem im Westen viele Menschen von der Religion wegbewegten, sagte Ahmad am vergangenen Dienstagabend. „Man sieht, dass sich Menschen eher von Gott entfernen und viel weniger an Gott glauben.“ Aus seiner Sicht sei der Atheismus „eine viel stärkere Bedrohung für die Werte des Westens als jede andere Strömung“. Davon sei das christlich-jüdische Erbe Europas bedroht. Gerade in Europa müssten deswegen Menschen zurück zum Glauben gebracht werden, unabhängig welcher Religion. „Es darf nicht sein, dass im Namen des Fortschritts solche moralischen Werte aufgegeben werden.“ Ahmad rief dazu auf, „alle Unterschiede beiseite zu schieben und mit Toleranz für den Weltfrieden und die Glaubensfreiheit zusammenzuarbeiten“. Menschen sollten Gemeinsamkeiten statt Unterschiede hervorheben, damit langfristiger Friede in der Welt herrschen könne. „Wenn es Muslime gibt, die Nicht-Muslimen ihre Rechte nehmen, dann ist der wahre Grund, dass sie sich entgegen der Lehre des Islam verhalten.“ Zu den Teilnehmern der Veranstaltung gehörte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD). Er kündigte an, dass sich Deutschland in der kommenden Legislaturperiode des Menschenrechtsrats der UNO auch für die Ahmadiyya einsetzen werde. Die Mitgliedschaft dort „wird uns die Gelegenheit geben, die Frage der Verfolgung und Negierung von grundlegenden Rechten der Ahmadiyya anzusprechen“.

DT/KNA