Islamisten stoppen Reggae und Pop in Malaysia

Kuala Lumpur (DT/dpa) Islamisten haben im malaysischen Bundesstaat Kedah alle Reggae- und Pop-Konzerte von der Bühne verbannt. Auch die populären indonesischen Dangdut-Aufführungen sind gestrichen, weil die Sängerinnen zu der Musik mit arabischen und indischen Einflüssen heftig mit den Hüften wackeln. Die Lokalregierung befürchte einen negativen Einfluss auf die Jugend, berichtete die Zeitung „Star“ am Freitag. „Wir billigen solche Bewegungen nicht“, sagte der Abgeordnete Ismail Salleh. Seine islamische Partei PAS sei nicht gegen Unterhaltung an sich, beteuerte er. „Wir wollen nur nichts zulassen, was die Menschen negativ beeinflussen könnte.“ Konzerte mit religiösen oder patriotischen Liedern seien in Ordnung. Die Partei hatte bei den Wahlen im März in Kedah die meisten Stimmen erhalten.