Iran stützt syrisches Regime

Kairo/Teheran (dpa) Der Iran stellt sich im Syrienkonflikt demonstrativ hinter Präsident Baschar al-Assad. „Wir lehnen jede ausländische Einmischung und jede Forderung nach einem Machtwechsel ab“, sagte der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi am Mittwoch nach einem Treffen mit dem internationalen Syrien-Sondergesandten Kofi Annan in Teheran. In Washington wollen auch die Außenminister der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) bis Donnerstag über die Krise beraten. Salehi warnte, Assad müsse unabhängig vom Verlauf des Konflikts im Amt bleiben. Andernfalls drohe ein Machtvakuum mit schwerwiegenden Folgen. Der Iran ist in der Region der engste Verbündete des Assad-Regimes, weist aber Vorwürfe des Westens zurück, dieses mit Waffen zu versorgen.

Annan äußerte die Hoffnung, dass sich die Lage in Syrien bis zu diesem Donnerstag verbessern werde. Er rief alle Seiten auf, die vereinbarte Waffenruhe umzusetzen. „Die Regierung und die Opposition haben mir versichert, dass sie den Waffenstillstand respektieren werden“, sagte er.

Die Türkei fordert eine UN-Resolution zum Schutz der syrischen Bevölkerung. Das Regime in Damaskus setze weiter schwere Waffen ein, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Ankara. Die Gewalt hätte am Dienstag beendet werden müssen. „Da dies nicht passiert ist, erwarten wir dringend, dass der Weltsicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die auch die notwendigen Maßnahmen zum Schutz des syrischen Volkes einschließt.“

Die von Annan vermittelte Vereinbarung sieht eine 48-stündige Frist zur Umsetzung der Waffenruhe vor. Sie endet am frühen Donnerstagmorgen. Oppositionelle meldeten hingegen erneut heftigen Beschuss aus Homs und Hama. Von einem Rückzug des Militärs sei nichts zu spüren, hieß es. Der Aktivist Omar Homsi sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass in Homs erneut das Feuer auf die Viertel Al-Rastan und Al-Chalidija eröffnet worden sei.