Glosse: Ein Fixx sind 100 Foxx

Von Andreas Wodok

Die Enthüllungsplattform WodokLügt hat einigen ausgesuchten Medien hoch brisante und streng geheime Informationen über das angeblich „unmittelbar bevorstehende Ende des Euro“ zugespielt. Demnach haben die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Länder auf dem jüngsten EU-Gipfel einen „Aktionsplan Euro“ für den „sehr wahrscheinlichen“ Fall aufgestellt, dass „die Märkte in einer konzertierten Aktion massiv gegen den Euro vorgehen“. In dem 16-seitigen Dokument, das WodokLügt nach eigenen Angaben von einem Gipfel-Teilnehmer per USB-Stick erhalten hat, ist detailliert aufgelistet, wie der Euro durch eine neue Währung ersetzt werden soll. Zuerst decken die nationalen Notenbanken Bargeld, Guthaben und Sachvermögen aller systemrelevanten Personen (SRPs) in Gold. Als SRPs gelten Investoren, Investoren und Investoren. Da die Goldreserven aller Voraussicht nach dafür nicht ausrei-chen, werden alle Geschäftsbanken für eine Woche geschlossen und die Euro-Guthaben der Kleinbürger in einem Rettungsfonds gebündelt, aus dem die restlichen Forderungen der SRPs bedient werden. Auf Drängen von Bundeskanzlerin Merkel müssen die SRPs dabei aber auf 0,75 Prozent ihrer Ansprüche verzichten. Ohne eine private Gläubigerbeteiligung, so Merkel laut Sitzungsprotokoll, könne sie den Aktionsplan „nicht vor den deutschen Steuerzahlern vertreten“. Sind alle systemrelevanten Vermögen in Sicherheit, bekommen die Kleinbürger einen nach ihrem persönlichen Rating gestaffelten Betrag der neuen Währung ausgehändigt. In Anlehnung an die 22 Rating-Stufen von Standard & Poor's erhalten AAA-Bürger (100-prozentige Leistungsträger) das 22-fache dessen, was D-Bürger (100-prozentige Leistungsempfänger) bekommen. Die neue Währung heißt Fixx. Ein Fixx sind 100 Foxx.