Budapest

Gloria lobt Ungarns Einsatz für christliche Menschenrechte

In ihrer Rede anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem höchsten ungarischen Verdienstorden beklagt Fürstin Gloria, dass niemand mehr für Frieden und freie Religionsausübung auf die Straße gehe. Der Westen sei „komplett absorbiert“ durch Ängste vor globaler Erwärmung und dem artgerechten Leben der Tiere.

Fürstin Gloria wird ausgezeichnet
Ungarns stellvertretender Premierminister Semjén Szolt verlieh der 59-Jährigen die Auszeichnung aufgrund ihrer Verdienste um das Land. Foto: Fürstin Gloria

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist mit dem höchsten ungarischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Ungarns stellvertretender Premierminister Semjén Szolt verlieh der 59-Jährigen die Auszeichnung aufgrund ihrer Verdienste um das Land. In ihrer auf Englisch gehaltenen Dankesrede bezeichnete Gloria Ungarn als das erste Land er Europäischen Union (EU), das sich aktiv für die christlich geprägte Menschenrechte eingesetzt habe.

Schutz der Ehe zwischen Mann und Frau

„Menschenrechte bedeutet auch und vor allem der Schutz des menschlichen Lebens, von Anfang bis zum Ende, der Schutz der Ehe, zwischen Mann und Frau, und die Familie und die freie Ausübung der Religion“, so Gloria wörtlich. Die Prioritäten hätten sich leider stark verschoben. Für Frieden und freie Religionsausübung scheine kaum noch jemand auf die Straße zu gehen, so die Wahrnehmung der Fürstin. „Der Westen ist komplett absorbiert durch Ängste vor globaler Erwärmung und den artgerechten Leben der Tiere.“

Auf der einen Seite werde biologischer, naturnaher Nahrungsmittelanbau und ein schonender Umgang mit der Natur „propagiert“, selbst vom Papst. Auf der anderen Seite „akzeptieren und tolerieren wir die unnatürlichsten und ungesündesten Maßnahmen, wenn es um unsere eigene Spezies geht“.

Mit christlich geprägter Moral unvereinbar

Als Beispiele nannte Gloria „die unnatürliche und gesundheitsschädigende Praxis der Hormonbehandlung, um Frauen künstlich Eier zur Fremdbefruchtung zu entnehmen, um diese dann einer anderen Frau zum Austragen des Kindes einzupflanzen“. Auch Geschlechtsumwandlungen sowie „das Zerstückeln eines menschlichen Embryos, um es aus der Gebärmutter abzusaugen“, führte sie auf. Bei Tieren würde man das nie zulassen, so Gloria.

Dies alles sei nicht „bio oder organisch“, sondern barbarisch und mit christlich geprägter Moral unvereinbar. „Der unbarmherzige Utilitarismus funktioniert nur in totalitären gottlosen Gesellschaften.“ Ungarn halte dagegen, ähnlich wie Polen. „Und wie durch ein Wunder haben sich die USA und Brasilien ebenfalls von der Kultur des Todes verabschiedet und die christlich geprägten Menschenrechte auf ihre Fahnen geschrieben“, so Fürstin Gloria. Sie hoffe, dass sich noch viele weitere politisch verantwortliche Menschen für christliche Menschenrechte einsetzen werden.

DT/mlu

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