Gastkommentar: Wider den Hass

Von Christiane Lambrecht

Achtung! Hier schreibt eine „widerliche Lebensschützerin“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl bezeichnete am 15. März Abgeordnete der Union als „widerliche Lebensschützer*Innen“. Der Tweed offenbart nackten Hass und diffamiert Menschen, die mit beiden Beinen auf dem Grundgesetz stehend sich für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder einsetzen. „Frau Högl, ich bin Lebensschützer. Was ist für Sie das Gegenteil von Lebensschützer?“, fragte ich auf Facebook. Hunderte von Usern kommentierten dort – aber nicht im Sinne von Frau Högl. Das erstaunt, denn sachliche Berichterstattung über den Marsch für das Leben in Berlin, Fachtagungen oder andere Aktivitäten von Lebensschutzorganisationen gibt es nicht in den Mainstream-Medien. Beim Marsch für das Leben oder vor der Abtreibungsklinik in München erfährt man unfassbaren Hass von Befürwortern der Abtreibung; auch Farbanschläge auf Einrichtungen von Lebensschutzorganisationen offenbaren intolerantes Verhalten. In Rundfunk- und Fernsehbeiträgen wird regelmäßig statt mit Sachlichkeit tendenziös und manipulativ berichtet. Frauenrechte mit der Legitimation vorgeburtlicher Tötung der Kinder gleichzusetzen und als Fortschritt zu preisen, verstößt gegen jedes Menschenrecht, unsere Verfassung, schadet der Gesellschaft, ist verantwortungslos und im Grunde schizophren. Wie die Meinungsfreiheit verteidigen? Die Schweigespirale stoppen? Es ist Zeit für eine Trendwende. Wir Lebensschützer leisten kompetente Aufklärung und Meinungsbildung im besten Sinne unserer Verfassung. Auch mit konkreten Hilfen. Viele von uns suchen mit schwangeren Frauen nächtelang nach Lösungen. Wir sagen: Jeder Mensch hat das Recht zu leben, von winzig klein bis uralt. Wer Lebensschützer „sogenannt“, „fundamentalistisch“, „rechts“ oder „widerlich“ nennt, hat Unrecht und soll schweigen. Wer sich für ungeborene Kinder und deren Mütter einsetzt, ist ein Lebensretter. Alles andere ist widerlich!

Die Autorin ist Vorsitzende des bayerischen Landesverbandes der „Christdemokraten für das Leben“.