GLOSSE: Das Angst-Gen der Deutschen

Wer weiß, vielleicht schlummert in den Erbanlagen, die wir Deutsche alle miteinander teilen, ja ein Gen, das für die Produktion eines Proteins verantwortlich ist, das beim Menschen Angst hervorruft. Das könnte zumindest erklären, warum Phänomene wie das Waldsterben, die Vogelgrippe, BSE oder die Entstehung muslimischer Parallelgesellschaften zuverlässig ein ganzes Volk in eine Hysterie zu versetzen vermögen, die anderen Nationen fremd ist. Und spricht man nicht im Ausland von der „German Angst“ gerade so, als präge sie gar den Phänotyp der Deutschen? Vor allem aber würde das Angst-Gen erklären können, warum wir Deutschen offenbar unfähig sind, auf diesem Feld dazuzulernen. Denn dass Angst ein schlechter Ratgeber ist, könnten wir eigentlich wissen, seit wir als „verspätete Nation“ um einen „Platz an der Sonne“ gefürchtet haben, obwohl diese auch damals schon den ganzen Planeten beschien. Doch kann selbst der beste Geschichtsunterricht – wie der Genetik-Experte Thilo Sarrazin weiß – nichts gegen ein dominantes Gen ausrichten, wenn dieses, nicht mehr die Hürde der natürlichen Selektion im Darwinschen Sinne nehmen muss. Und lässt die statistisch belegbare Tatsache, dass wir Deutsche uns seit Jahrzehnten erfolgreich weigern, uns in einem Umfang zu reproduzieren, der wenigstens den Bestand wahrt, nicht auch vermuten, dass wir Deutsche das Angst-Gen im Rahmen einer „negativen Selektion“ weitergeben? Fragt sich nur, warum uns dann die am weitesten entwickelte Parallelgesellschaft, die es in Deutschland gibt, keinerlei Angst einzujagen vermag? Wahrscheinlich verhindert ein anderes, bislang unentdecktes Gen, dass unser Angst-Gen aktiviert wird, sobald von der Bundesregierung die Rede ist. Wetten, dass das kein Intelligenz-Gen ist? stefan Rehder