Franziskus verurteilt New Yorker Attentat

US-Präsident Trump fordert Todesstrafe nach IS-Anschlag

New York/Washington (DT/dpa) Papst Franziskus hat den Terroranschlag von New York verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen. „Wir bitten den Herrn, die Herzen der Terroristen zu bekehren. Möge er die Welt vom Hass und vom mörderischen Wahnsinn derjenigen befreien, die den Namen Gottes missbrauchen, um Tod zu säen“, sagte der Papst beim Angelus-Gebet zu Allerheiligen auf dem Petersplatz. Der Erzbischof von New York, Kardinal Timothy Dolan, hatte zuvor die New Yorker aller Glaubensrichtungen zum Gebet aufgerufen. Bei einem Besuch im Bellevue-Krankenhaus versicherte Dolan den Verletzten, dass die ganze Stadt von New York mit ihrer Liebe und ihren Gebeten bei ihnen sei.

US-Präsident Donald Trump hat derweil für den 29-jährigen Terroristen aus Usbekistan die Todesstrafe gefordert. „Der New York City-Terrorist war glücklich, als er fragte, ob er die IS-Fahne in seinem Krankenzimmer aufhängen darf“, twitterte Trump in der Nacht zum Donnerstag. „Er hat acht Menschen getötet und 12 schwer verletzt. ER SOLLTE DIE TODESSTRAFE BEKOMMEN!“

Erst wenige Stunden zuvor hatte die New Yorker Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Täter des Anschlags mit acht Toten Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation gestellt. Sayfullo S. werden Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie tödliche Gewalt und Zerstörung mit einem Fahrzeug vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Joon Kim. Im Fall einer Verurteilung drohten dem 29-Jährigen die Todesstrafe oder lebenslange Haft, sagte Kim. Der Mann hatte mit seinem Pick-Up Radfahrer und Fußgänger auf einem Radweg im Süden Manhattans gerammt und überfahren. (siehe Seite 9)