Franziskus erhält den Karlspreis

Aachen (DT/KNA) Papst Franziskus erhält im kommenden Jahr den Aachener Karlspreis. Das teilte das Karlspreisdirektorium am Mittwoch in Aachen mit. In einem Europa, in dem viele Bürger Orientierung suchten, sende er eine Botschaft der Hoffnung und Ermutigung, hieß es zur Begründung. Das Direktorium würdigt den Papst zudem „wegen seiner herausragenden Botschaften und Zeichen, die sein Pontifikat für Frieden und Verständigung, für Barmherzigkeit und Toleranz, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung setzt“. Die Preisverleihung werde im kommenden Jahr in Rom stattfinden; der Termin stehe noch nicht fest. Der alljährlich in Aachen verliehene Internationale Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten europäischen Ehrungen. Der Preis wird seit 1950 an Persönlichkeiten und Institutionen vergeben, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Namensgeber ist Kaiser Karl der Große (742–814). Er gilt als erster Einiger Europas. Der Karlspreis wird traditionell an Christi Himmelfahrt verliehen. Außer der Urkunde erhalten die Preisträger eine Medaille, die das älteste erhaltene Stadtsiegel Aachens aus dem zwölften Jahrhundert mit Karl dem Großen auf dem Thron zeigt. Zu den Preisträgern gehören Konrad Adenauer, Juan Carlos I., Francois Mitterrand und Helmut Kohl, Frere Roger Schutz und Angela Merkel. 2004 wurde Papst Johannes Paul II. ein außerordentlicher Karlspreis verliehen, mit dem sein Engagement für die Einigung Europas und für den Frieden ausgezeichnet wurde.