Frankreich vor restriktiver Regelung von Sterbehilfe

Paris (DT/KAP) Ein Gesetzentwurf der „Kommission über das Ende des Lebens“ in Frankreich soll voraussichtlich am 10. Dezember vorgestellt werden. Dies berichtete die katholische Zeitung „La Croix“ am Donnerstag. Dann wollten die mit dem Entwurf beauftragten Abgeordneten – der Sozialist Alain Claeys (PS) und der konservative Jean Leonetti (UMP) – über die Ergebnisse ihrer zweijährigen Recherchen berichten. Der Vorschlag zur Regelung der Sterbehilfe in Frankreich könne von der Regierung direkt angenommen oder weiter bearbeitet werden. Laut dem Bericht von „La Croix“ schließt der Entwurf eine Beihilfe zur Selbsttötung aus; Sterbewilligen dürften keine tödlichen Medikamente ausgehändigt werden. Wie das Blatt schreibt, seien Entscheidungen über eine verbindliche Patientenverfügung und zur Entwicklung der Palliativmedizin zu erwarten. Seit 2005 ist in Frankreich der Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen erlaubt. Voraussetzung ist, dass der Patient selbst einen entsprechenden Wunsch äußert oder Angehörige an seiner Statt einen Behandlungsabbruch verlangen. Aktive Sterbehilfe ist in Frankreich strafrechtlich verboten. Ein Arzt, der Beihilfe zur Selbsttötung leistet, muss mit Haft bis zu fünf Jahren rechnen.