Fortschritt in Zypern-Frage

Nikosia (DT/dpa) Bei den Gesprächen zur Überwindung der Teilung Zyperns hat es nach Einschätzung eines UN-Unterhändlers substanzielle Fortschritte gegeben. Es gebe aber noch wesentliche ungelöste Themen, über deren Lösung in der nächsten Zeit verhandelt werden müsse, teilte am Mittwoch der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für die Zypern-Frage, der Norweger Espen Barth Eide, in Nikosia mit. Aus diesem Grund werden sich die Volksgruppenführer der griechischen und der türkischen Zyprer, Nikos Anastasiades und Mustafa Akinci, am 25. September mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, in New York treffen. Anastasiades und Akinci werden Ban Ki Moon über den Stand der Dinge informieren und ihn um seine Vermittlung für eine Lösung bitten, hieß es. Die beiden Volksgruppenführer hätten erneut ihre Entschlossenheit bekundet, „intensiv für eine umfassende Lösung noch in diesem Jahr zu arbeiten“, erklärte der Norweger im zyprischen Fernsehen (RIK). Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention im Jahr 1974 geteilt. Als Lösung ist ein föderativer Staat mit zwei Bundesstaaten im Gespräch, einem türkisch-zyprischen im Norden und einem griechisch-zyprischen im Süden. Strittig ist, ob und wer die Garantiemächte eines föderativen Zyperns sein werden. Die türkische Regierung sowie die meisten türkischen Zyprer wünschen sich, dass die Türkei eine Garantiemacht bleibt und eigene Streitkräfte auf der Insel unterhalten darf. Das lehnt die griechisch-zyprische Seite ab.