Flüchtlinge: Weniger Angehörige kommen

Berlin (DT/dpa) Die Zahl der Angehörigen, die zu Flüchtlingen nach Deutschland nachkommen durften, ist im Verlauf der vergangenen beiden Jahre deutlich gesunken. Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes auf eine Anfrage der PDS-Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke hervor, die am vergangenen Mittwoch veröffentlicht worden ist So bekamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes im ersten Quartal 2017 noch 17 322 Menschen aus den sechs Haupt-Herkunftsländern von Flüchtlingen ein Visum. Im ersten Quartal diesen Jahres waren es nur noch 7 402 Personen – obwohl mit Somalia mittlerweile sieben Haupt-Herkunftsländer in die Statistik eingingen.

Die größte Gruppe von mehr als 5 000 Menschen kam zuletzt aus Syrien, mit großem Abstand gefolgt von Angehörigen aus dem Irak, Iran, Afghanistan, Eritrea, Somalia und Jemen. Die Zahlen umfassen laut Auswärtigem Amt nicht ausschließlich Angehörige von Flüchtlingen – es könnten auch ausländische Ehepartner von deutschen Staatsbürgern darunter sein. Den Familiennachzug können Ehepartner, minderjährige Kinder oder Eltern anerkannter Asylbewerber ebenso beantragen wie Deutsche oder Menschen, die hier wohnen.