Hannover

CDU-Chefin mischt sich in Reformdebatte der Kirche ein

Kramp-Karrenbauer fordert Ende des Zölibats und mehr Mitbeteiligung von Frauen in der Kirche. Für die Politikerin wäre die Zulassung von Frauen als Diakonin ein erster Schritt.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU
Während in Frankfurt am Main die erste Synodalversammlung tagt, hat sich CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Diskussion um Reformen in der Kirche zu Wort gemeldet. Foto: Paul Zinken (dpa)

Die Bundesvorsitzende der Christdemokratischen Union Deutschlands (CDU), Annegret Kramp-Karrenbauer, hat sich in die Reformdebatte der katholischen Kirche eingemischt. Die CDU-Chefin sprach sich für eine Öffnung der Kirche für Frauen und ein Ende der verpflichtenden Ehelosigkeit der Priester aus. 

AKK: Ende des Zölibats könnte Kirche attraktiver machen

„Ich wünsche mir viel mehr Frauen in der Kirche und als ersten Schritt die Zulassung von Frauen als Diakonin. Und ich bin für die Aufhebung des Zölibats“, sagte sie laut KNA dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag). Die Politikerin, die Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist, meint, ein Ende des Pflichtzölibats könnte die Kirche attraktiver machen. „Es würde möglicherweise helfen, mehr Menschen für diesen Dienst zu begeistern. Die Lebensentscheidung, ohne Familie zu leben, ist für viele eine zu große Hürde.“ 

In Frankfurt am Main endet heute die erste Synodalverammlung des Synodalen Weges. Der öffentlichen Einlassung der CDU-Chefin zur Reformdiskussion innerhalb der katholischen Kirche dürfte bei der Synodalversammlung besondere Aufmerksamkeit gewiss sein. Seit Donnerstag diskutieren bei der Synodalversammlung 230 Bischöfe und Laien über die Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland. Dabei stehen weitgehende Reformforderungen zur Diskussion, die in Teilen im Widerspruch zur Glaubenslehre der Kirche stehen. Etwa die Forderung nach einer Zulassung von Frauen zum Priesteramt. 

DT

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