CDL kritisieren Schröder

Münster (DT/pd) Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr, hat gegenüber dem Vorstoß von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, mehr Mittel für die künstliche Befruchtung bereitstellen zu wollen, betont, dass sich der Staat durch neue Finanzierung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) nicht zum Förderer der künstlichen Erzeugung von Menschen aufspielen dürfe (siehe DT vom 10. Mai).

So sei die IVF eine extrem belastende und keineswegs ungefährliche Behandlung, da die Frau sich auf eine über viele Monate, manchmal über Jahre laufende hormonelle Hyperstimulation einlassen müsse, die sogar schon häufiger nachweislich zum Tod der Frauen geführt habe, so Frau Löhr. „Dafür sollte also staatlicherseits – auch wegen der hohen Risiken und Belastungen – tunlichst nicht geworben werden“, so Frau Löhr.

Frau Löhr begrüße den Vorstoß Schröders, die Kindsadoption erleichtern zu wollen „Zunächst steht jedoch die Frage, wo die zu adoptierenden Kinder eigentlich herkommen sollen. Die Zahl der Adoptionen ist in Deutschland seit Jahren auf niedrigem Niveau deutlich rückläufig“, gab Frau Löhr zu bedenken. Gleichzeitig seien allein im vergangenen Jahr 115 000 Kinder abgetrieben worden.