Bischöfe gegen Homo-„Ehe“

Wien (sb) Die Österreichische Bischofskonferenz lehnt den Regierungs-Entwurf für ein Lebenspartnerschaftsgesetz „in vollem Umfang ab“. Wörtlich heißt es in einer Stellungnahme des Generalsekretärs der Bischofskonferenz, Ägidius Zsifkovics, an das Justizministerium: „Nach dem Standpunkt der katholischen Morallehre sind homosexuelle Menschen zur Keuschheit gerufen. Eine Lebenspartnerschaft, welche durch die ausdrückliche Einführung einer Treuepflicht die Sexualpartnerschaft der gleichgeschlechtlichen Lebenpartner voraussetzt, muss daher seitens der Katholischen Kirche mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden.“ Auch sei die „Tendenz, eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft mit dem Institut der Ehe gleichzustellen, gesellschaftspolitisch verfehlt“. Weiter kritisiert die Bischofskonferenz, durch das geplante Gesetz würden „Ehe und Familie als Grundpfeiler der gesamten Gesellschaft gegenüber der Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare diskriminiert und bagatellisiert“. Der Generalsekretär, der sich auf den Konsens mit den Bischöfen beruft, fordert in seinem Schreiben, „die Ehe und die Familie als Grundzelle der Gesellschaft, und damit des Staates, entsprechend zu schützen und das Institut der Ehe nicht mit anderen Instituten, welche der grundlegenden Aufgabe von Ehe und Familie nicht entsprechen, gleichzusetzen“. Wörtlich heißt es: „Die Geschichte lehrt uns mehrfach, dass Gesellschaften, welche diesen Schutz von Ehe und Familie vernachlässigt haben, und zwar zugunsten einer permissiven Haltung zu allen Möglichkeiten menschlichen Zusammenlebens, auch in sexueller Hinsicht, dies mit ihrem Untergang bezahlen mussten.“ Zustimmend äußerte sich die Altkatholische Kirche. Sie anerkenne „verantwortlich gelebte und auf Dauer angelegte homosexuelle Partnerschaften als sittlich wertvoll, weswegen solche Paare auch in einer kirchlichen Feier gesegnet werden können“.