BVL kritisiert „Aktionstag“ für Abtreibung

Berlin (DT/KNA) Der Bundesverband Lebensrecht hat die Veranstalter des „Global Day of Action for Access to Safe and Legal Abortion“ (Weltweiter Aktionstag für sichere und legale Abtreibung) kritisiert. Einen Aktionstag für „sichere“ und „legale“ Abtreibungen könne man nur als Mischung aus Ideologie, Imperialismus und finanziellem Interesse betrachten, erklärte die Vorsitzende des Bundesverbands Alexandra Lindner am Donnerstag in Berlin. Eines der Hauptargumente der Veranstalter sei die Tatsache, dass jedes Jahr zehntausende Frauen auf der Welt wegen einer illegalen Abtreibung ums Leben kämen. Es sei ihnen aber keiner Erwähnung wert, dass nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zusätzlich 56 Millionen Kinder dabei stürben. Die Hauptursache für nicht erwünschte Schwangerschaften in den sogenannten Entwicklungsländern sei, dass Frauen über ihre Sexualität nicht selbst bestimmen dürften, sondern Männern zur Verfügung zu stehen hätten. Die Legalisierung der Abtreibung als Lösung anzubieten, sei frauenfeindlich, denn man belasse die Frauen in dieser Situation und sie und ihre Kinder müssten die Folgen tragen. Nicht erwähnt werde außerdem, so der Bundesverband weiter, dass Organisationen ohne genaue Prüfung die Abtreibungspille Mifegyne an Frauen in Ländern schickten, in denen Abtreibung verboten sei. Was nach der Einnahme mit den Frauen passiere, sowohl gesundheitlich als auch rechtlich, interessiere die Verantwortlichen nicht. An dem Aktionstag beteiligen sich nach Angaben des Verbandes unter anderem Unternehmen, die zum Beispiel manuelle Vakuumaspiratoren für Frühabtreibungen herstellten. Führend beteiligt seien weiterhin Organisationen wie die International Planned Parenthood Federation (IPPF) und Pro Familia.