US-Bischöfe: Fortschritte gegen „Abtreibungsideologie“

Ein jüngst veröffentlichter Bericht des US-Außenministeriums belegt, dass fast alle Organisationen, die Hilfsgelder von der US-Regierung erhalten, die strikten Richtlinien gegen Abtreibungen akzeptierten.

General Congregations
Lob für die restriktive Abtreibungspolitik kommt vom New Yorker Kardinal Timothy Dolan. Foto: Guido Montani (ANSA)

Die US-Bischofskonferenz lobt die Zeichen des Fortschritts im Kampf gegen die „Abtreibungsideologie“. „Abtreibungen untergraben grundlegende Menschenrechte, in jedem Fall für das Kind, und sie können auch der Mutter emotional und körperlich Schaden zufügen“, äußerte sich der New Yorker Kardinal Timothy Dolan vor kurzem. Er nahm Bezug auf einen jüngst veröffentlichten Bericht des amerikanischen Außenministeriums über neu eingeführte Deckelungen der finanziellen Unterstützung von Organisationen, die Abtreibungen vornehmen. Die Gelder der amerikanischen Steuerzahler dürften nicht an Einrichtungen gehen, die Frauen und Kindern ihre „Abtreibungsideologie“ aufdrängen wollten. Dolan, der auch Vorsitzender des Lebensschutz-Komitees der US-Bischöfe ist, lobte die Regierung von Präsident Trump dafür, dass sie die US-Auslandshilfe wieder auf den richtigen Weg gebracht habe: Gesundheit und Menschenrechte zu fördern.

Der Bericht des US-Behörde für Auslandshilfe, veröffentlicht am 06. Februar, beschäftigt sich halbjährlich mit der praktischen Umsetzung einer erweiterten Form der sogenannten „Mexico-City-Policy“. Sie besagt, dass ausländische Organisationen nur dann Entwicklungshilfe von den USA erhalten dürfen, wenn sie keine Abtreibungsberatung anbieten oder Abtreibungsempfehlungen aussprechen. Im Jahr 1984 von damaligen republikanischen Präsidenten Ronald Reagan eingeführt, wird die „Mexico-City-Policy“ seitdem im Wechsel von demokratischen Präsidenten aufgehoben und von Republikanern wieder eingesetzt. So auch von Präsident Trump: Im Januar vergangenen Jahres setzte er die politische Initiative wieder ein, erteilte dem US-Außenminister Rex Tillerson kurze Zeit später sogar den Auftrag, diese auf zusätzliche Formen von Hilfszahlungen von sämtlichen US-Behörden auszudehnen.

Dem Bericht vom 06. Februar zufolge kooperierten nahezu alle Partnerorganisationen der Vereinigten Staaten, die Hilfsgelder erhalten, unter den aktuellen Bedingungen. Nur vier von 733 hätten Hilfszahlungen unter der „Mexico-City-Policy“ verweigert.

DT/mlu