Recht auf Religionsfreiheit verstärkt bedroht

Der neue Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Grübel (CDU), beklagt eine wachsende Bedrohung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit.

Markus Grübel
Der neue Religionsfreiheitsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Grübel (CDU). Foto: dpa.

Deutschland müsse vor diesem Hintergrund weltweit mehr Verantwortung übernehmen, sagte Grübel im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.

Besonders durch die Radikalisierung im Islam gerieten religiöse Minderheiten, aber auch Muslime selbst zunehmend in Bedrängnis, so Grübel. "Christen gelten dann oft als Bürger zweiter Klasse", erklärte der 58-Jährige. "Religionsstreitigkeiten sind aber auch Brandbeschleuniger in Konflikten oder werden aus Machtgründen missbraucht."

Er sei selbst gläubiger Katholik. "Mir ist Religion wichtig und ich kann verstehen, welche Bedeutung Religion für andere hat", betonte Grübel. - Der Abgeordnete des Wahlkreises Esslingen ist seit 2002 im Bundestag und war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium. Er war bis 2012 Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und gehört dem Kolpingwerk an.

KNA / DT (jbj)