„Positiver Fortschritt für Irland sieht anders aus“

Die CDU-Politikerin und Lebensrechtlerin Mechthild Löhr kritisiert den Ausgang des irischen Abtreibungsreferendums. In der „Tagespost“ spricht sie von einem ethischen, politischen und rechtlichen Dammbruch.

Abtreibungsreferendum in Irland
dpatopbilder - 26.05.2018, Irland, Dublin: Viele Menschen haben sich vor dem Dublin Castle versammelt, um die Ergebnisse des Referendums zu erwarten. Irlands Premierminister Varadkar begrüßt das sich abzeichnende Ja beim Referendum zur Lockerung des strikten Abtreibungsverbots in... Foto: Niall Carson (PA Wire)

Die CDU-Politikerin und Lebensrechtlerin Mechthild Löhr kritisiert den Ausgang des irischen Abtreibungsreferendums mit deutlichen Worten. Nach der Legalisierung der Homo-„Ehe“ im Jahr 2015 spricht Löhr in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“ von einem weiteren ethischen, politischen und rechtlichen Dammbruch im Lebensschutz. „Was als Erfolg der Abtreibungslobby frenetisch in Medien und bei den politischen Lobby-und Unterstützergruppen vor Ort und international gefeiert wird ist nichts weniger als der Abschied von einem katholisch geprägten Irland, das Abtreibungen oder gleichgeschlechtliche Ehen nicht etwa als ,Fortschritt' gelten ließ“, beklagt Löhr.

Die Geburtenrate, die in Irland in den letzten Jahren vergleichsweise hoch gewesen sei, könnte nun bald sinken. Nach Auffassung Löhrs verheiße die medial geschickt inszenierte Begeisterung, nun endlich auch abtreiben zu können, einen öffentlichen Gesinnungswandel breiter Bevölkerungskreise, deren kirchliche Bindung schon länger sehr brüchig geworden sei. „Der Missbrauchsskandal in der irischen Kirche hat diese verständlicherweise so sehr geschwächt und auch diskreditiert, dass die entscheidenden Oppositionskräfte gegen die Abtreibungsbefürwortung vor allem von kleinen, medial schwachen Prolife-Organisationen getragen wurden, während die Kirche selbst keine Kampagnenfähigkeit mehr zeigte“, meint Löhr. Ihr Fazit aus der Abstimmu: Positiver Fortschritt für Irland sehe ganz bestimmt anders aus, als die „traurige Abstimmung gegen das Lebensrecht“.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 30. Mai.
DT