Planned Parenthood: Lebensrechtler fordern Trump zum Handeln auf

Führende US-Lebensrechtler fordern den US-Präsidenten dazu auf, sein Wahlkampfversprechen einzulösen und „Planned Parenthood“ die staatlichen Mittel zu entziehen.

Lebensrechtler richten offenen Brief an Präsident Trump
Hat sein Wahlkampfversprechen, der Organisation "Planned Parenthood" die staatlichen Fördermittel zu entziehen, bisher noch nicht eingelöst: US-Präsident Donald Trump. Foto: Jacquelyn Martin (AP)

Führende US-Lebensrechtler haben Präsident Donald Trump dazu aufgefordert, der Organisation „Planned Parenthood“ die staatliche Finanzierung zu entziehen. Dies war eines der Wahlkampfversprechen des Republikaners, das dieser jedoch bis jetzt noch nicht eingelöst hat. „Planned Parenthood“ steht bei Lebensrechtlern seit langem in der Kritik, da die von der Organisation geführten Kliniken Abtreibungen anbieten.

Für Trump sei es "an der Zeit, zu handeln"

In einem offenen Brief an den amtierenden Präsidenten schreiben die Vorsitzenden mehrerer führender Pro-Life-Verbände, dass es nun Zeit sei, zu handeln, da der Kongress bisher untätig geblieben sei. Ein weiterer Grund für die Aufforderung an Trump zu diesem Zeitpunkt dürfte das extrem liberale Abtreibungsgesetz sein, das der Bundesstaat New York jüngst verabschiedet hatte.

In ihrem Schreiben erinnern die Lebensrechtler Trump an sein Wahlkampfversprechen, „Planned Parenthood“ die staatlichen Fördermittel zu entziehen, solange die Organisation Abtreibungen durchführt. Die Gelder, so versprach Trump, sollten stattdessen an Gesundheitszentren in Gemeinden gehen, die eine umfassende Gesundheitsvorsorge für Frauen anbieten.

"Planned Parenthood" trage maßgeblich zur "Abtreibungsindustrie" bei

„Dieses Thema ist für Wähler, die Abtreibung ablehnen, sehr wichtig“, heißt es in dem Brief. Die Verfasser sind der Meinung, dass man tatsächlich etwas bewirken könne, wenn man gegen „Planned Parenthood“ vorgehe, da die Organisation maßgeblich zur „Abtreibungsindustrie“ beitrage. Auch ohne den Kongress könne die Regierung Schritte einleiten, so die Lebensschützer.

Es sei gar nicht nötig, „Planned Parenthood“ mit Steuergeldern zu subventionieren, da die Einnahmen des Gesundheitsdienstleisters so hoch wie noch nie seien. Zudem kritisieren die Verfasser, dass die Organisation in letzter Zeit immer häufiger Abtreibungen durchführe, während andere medizinische Angebote, wie beispielsweise die Krebsvorsorge, immer weiter zurückgefahren würden.

Staatliche Gelder für andere medizinische Einrichtungen verwenden

„Die staatlichen Gelder zu entziehen und diese stattdessen den Tausenden weiteren staatlich anerkannten Einrichtungen zukommen zu lassen, die eine echte medizinische Versorgung anbieten, würde die Gesundheitsversorgung für Frauen drastisch verbessern“, so die Verfasser.

DT/mlu

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