Freiburg / Würzburg

Katholische Krankenhäuser sind keine Gesundheitsfabriken

Die deutsche Krankenhauslandschaft verändert sich. Angesichts dieser Entwicklung ist eine Profilierung der einzelnen Häuser Pflicht.

Krankenhaus
Medizinisches Personal versorgt in einem Krankenhaus einen Patienten. (Symbolfoto) Foto: Sven Hoppe (dpa)

Es gibt zu viele Krankenhäuser. Vor allem viele kleine Häuser, die keine Rundumversorgung anbieten, seien letztlich überflüssig, heißt es in einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die Zahl der Kliniken solle von 1400 auf deutlich unter 600 gesenkt werden.

Skepsis beim Katholischen Krankenhausverband

Die Geschäftsführerin des Katholischen Krankenhausverbandes Deutschlands, Bernadette Rümmelin, sieht die Ergebnisse skeptisch. Wichtig sei, dass die Krankenhäuser nah am Patienten und auch an den Mitarbeitern seien, erklärt sie im Interview mit der Tagespost. Deswegen sei die wohnortnahe Versorgung in Deutschland ein großer Vorteil.

Andere Länder, andere Strukturen

Auch warnt Rümmelin davor das deutsche Gesundheitssystem mit dem in anderen Ländern zu vergleichen. Dänemark etwa, das oft als Leitbild angeführt werde, sei ganz anders strukturiert. Dort würden die Patienten zentral zu ihren Ärzten gelenkt. Es gebe keine freie Arztwahl. Die Kliniken ähnelten Gesundheitsfabriken, so Rümmelin. Eine solche Entwicklung müsse in Deutschland verhindert werden.

DT/sesa (jobo)

Warum gerade katholische Krankenhäuser von ihrem Profil her gut diesem Trend entgegenwirken können und wie sich diese katholische Prägung im Klinik-Alltag widerspiegelt, lesen Sie in dem kompletten Interview mit Bernadette Rümmelin in der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie diese aktuelle Ausgabe der Zeitung hier.