Dialogangebot an die Bischöfe

Die Bischofskonferenz hat eine Arbeitshilfe zum Thema Rechtspopulismus erstellt. Die AfD hat die Borschüre kritisiert und bietet gleichzeitig den Bischöfen das Gespräch an.

Demonstrationen in Kandel
Die AfD schaffe ein öffentliches Klima, in dem der Rechtsextremismus gedeihen könne - diesen Vorwurf weist der Vorsitzende der "Christen in der AfD" zurück. Foto: Andreas Arnold (dpa)

Joachim Kuhs ist Vorsitzender der Christen in der AfD (ChrAfD). Ein Vorwurf macht ihm zu schaffen: Seine Partei schaffe ein öffentliches Klima, in dem der Rechtsextremismus gedeihen könne. Er sieht es anders  Lebensschutz, Familie - viele Themen, die Christen wichtig sind, spielten auch im Programm seiner Partei eine Rolle. Die Analyse im  Rechtspopulismus-Papier der Bischofskonferenz kann er deswegen nicht unterschreiben. Den Bischöfen bietet er einen Dialog an.

Verfasser der Broschüre weist die Kritik zurück

Verfasst worden ist die DBK-Broschüre von Andreas Lob-Hüdepohl. Der Professor für Sozialethik an der Katholischen Hochschule in Berlin weist die Kritik zurück. Er glaubt, dass sachliche Auseinandersetzung heute besonders wichtig sei. Auch sei gegen einen Dialog grundsätzlich nichts einzuwenden.

Wie ein Dialog zwischen AfD und den Bischöfen aussehen müsste

Unter welchen Prämissen der stehen müsse, ob eine Demokratie auch rechte Demokraten brauche und ob viele zurecht die Kirche politisch nah bei den Grünen verorten - dazu nimmt Lob-Hüdepohl im Interview mit der Tagespost Stellung. Der Vorsitzende der Christen in der AfD, Joachim Kuhs, erläutert im Gesräch, was er sich von einem Dialog mit den Bischöfen erwarten würde.

DT
 

Wie die Chancen stehen, dass AfD und Kirche zu einem sachlichen Gesprächsklima finden, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der "Tagespost" vom 04. Juli 2019. Kostenlos erhalten Sie diese aktuelle Ausgabe der Zeitung hier.