Bundesverband Lebensrecht begrüßt Entscheidung des Ärztetages für Erhalt von §219a

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Linder, spricht von einem richtigen Signal an die Politik und bezeichnet die Debatte um eine Änderung des Paragrafen 219a als "inszenierte Kampagne".

Petition zum Abtreibungsrecht
HANDOUT - Unterstützer der Petition zum Abtreibungsrecht demonstrieren am 12.12.2017 vor dem Reichstag in Berlin. Die Ärztin Hänel hat eine Petition mit mehr als 150.000 Unterstützern für Änderungen im Abtreibungsrecht an Bundestagsabgeordnete überreicht. (zu «Petition an den Bun... Foto: Michel Arriens (Change.org)

In der Debatte um das Werbeverbot für Abtreibungen begrüßt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) die Entscheidung des 121. Deutschen Ärztetages, am Paragrafen 219a festzuhalten. „Die Entscheidung des Deutschen Ärztetages, den §219a nicht streichen lassen zu wollen, ist ein richtiges Signal an die Politik“, erklärt die BVL-Vorsitzende Alexandra Linder. In der Debatte werde immer deutlicher, dass es nicht um den Paragraphen an sich, sondern um ganz andere Dinge gehe. „Es handelt sich um eine inszenierte Kampagne, mit der die Abtreibungsregelung in Deutschland ausgehebelt werden soll“, so Linder. Die vom Deutschen Ärztetag angeregten Modifizierungen des Gesetzes, durch die eine zentrale neue Internetplattform für Abtreibungsmöglichkeiten geschaffen werden solle, hält Linder jedoch für nicht notwendig. „Wer über Abtreibungen sachlich informieren will, kann das auch jetzt schon jederzeit und überall tun.“ Nur wer selbst damit ein Einkommen erzielen wolle, dürfe nicht öffentlich darauf hinweisen. Dies sei zum Schutz der Frauen im Schwangerschaftskonflikt und zur Klarstellung, dass es sich um keine normale „ärztliche Dienstleistung“ handele, richtig.

Eine öffentliche Werbung oder Information seitens der „Anbieter“ von Abtreibungen hält Linder nach dem Beratungsgesetz ebenfalls nicht für erforderlich, „weil die Schwangeren in aller Regel zusammen mit der Beratungsbescheinigung die Adressen von Abtreibungseinrichtungen in ihrer Region erhalten können“. Eine Ausnahme sei der Freistaat Bayern, wo dies durch die Gesundheitsämter erfolge.

Viel wichtiger ist für die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht im Interesse schwangerer Frauen und ihrer Gesundheit die wissenschaftliche Ursachenforschung über die hohen Abtreibungszahlen und Motive. Gesundheitspolitisch müsse man sich auch mit den „rasant steigenden“ Verkaufszahlen der „Pille danach“ beschäftigen.

DT/mlu