Paris

Asia Bibi dankt Benedikt XVI.

Am Freitag stellte Asia Bibi in Paris ihr neues Buch "Endlich frei!" vor. Dabei bedankte sie sich besonders bei Papst Benedikt XVI. für dessen Einsatz.

Asia Bibi in Paris

Die pakistanische Christin Asia Bibi hat sich öffentlich bei Papst Benedikt XVI. für seine Hilfe bedankt. „Mir fehlen die Worte, um zu sagen wie dankbar ich ihm bin“, sagte sie am Freitag vor Journalisten in Paris. Anlass war die Vorstellung ihres neuen Buchs, in dem sie ihre Gefangenschaft beschreibt. Bibi schilderte, wie überrascht sie gewesen sei, als ein Angehöriger ihr bei einem Besuch im Gefängnis die Nachricht brachte, der Papst habe sich öffentlich auf dem Petersplatz für ihre Freilassung eingesetzt und für sie gebetet. Auch sie habe für den Papst gebetet.

Die 55-Jährige war 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden. Papst Benedikt XVI. hatte sich mit einem persönlichen Appell für die Freilassung der Mutter zweier Kinder eingesetzt. Nach internationalen Protesten wurde sie 2018 vom Obersten Gericht Pakistans in Islamabad freigesprochen. Vertreter der radikalislamischen Partei Tehreek-e Labbaik hatten daraufhin Frau Bibis Tod und die Entlassung der Richter gefordert. Seit Mai 2019 lebt sie mit ihren Angehörigen in Kanada. Am Freitag empfing Frankreichs Staatspräsident Macron sie im Elysee-Palast. Meldungen, Bibi habe in Frankreich Asyl beantragt, wurden am Freitag nicht bestätigt.

Die deutsche Übersetzung des Buchs von Asia Bibi erscheint unter dem Titel „Endlich frei“ Ende April im Renovamen Verlag.