Erfurt/Würzburg

28 Prozent: Zu spät, Klimawandel zu stoppen

Gleichzeitig sind 45 Prozent der Meinung, dass noch Zeit zum Handeln bestehe, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt.
Hitzewelle
Foto: Uncredited (CHINATOPIX/AP) | Von den katholischen Befragten sind 26 Prozent der Meinung, der Klimawandel lässt sich nicht mehr stoppen.

28 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass es zu spät ist, den Klimawandel zu stoppen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Gleichzeitig ist eine relative Mehrheit von 45 Prozent der Befragten gegenteiliger Meinung. 20 Prozent wissen nicht, wie sie sich hierzu positionieren sollen; sieben Prozent möchten keine Angabe machen.

50- bis 59-Jährige stimmen am häufigsten zu

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautete: „Es ist zu spät, um den Klimawandel zu stoppen.“ Auffällig ist, dass die Zustimmung zur Aussage bei jüngeren Befragten niedriger ausfällt als bei älteren. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen sind nur 22 Prozent der Meinung, dass es zu spät ist, den Klimawandel zu stoppen – der geringste Wert unter allen Altersgruppen. Am häufigsten geben mit 32 Prozent die 50- bis 59-Jährigen an, der Klimawandel sei ihrer Ansicht nach nicht mehr zu stoppen. Auch bei den über 60-Jährigen steht der Anteil derjenigen, die diese Auffassung teilen, mit 28 Prozent im Einklang mit dem Gesamtdurchschnitt.

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Von den katholischen Befragten sind 26 Prozent der Meinung, der Klimawandel lässt sich nicht mehr stoppen. 47 Prozent sind allerdings gegenteiliger Auffassung. Von den protestantischen Befragten sind 28 Prozent der Meinung, es ist zu spät, den Klimawandel zu stoppen. 51 Prozent geben das Gegenteil an. Leicht über dem Durchschnitt liegt der Anteil derjenigen, die meinen, der Klimawandel könne nicht mehr gestoppt werden, bei den Freikirchlern (31 Prozent). Von ihnen sind 42 Prozent gegenteiliger Ansicht.

Die Erhebung, für die 2.091 erwachsene Personen vom 19. bis 22. August befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Partei-Affinität auf. Dabei sind es nicht die Wähler der Grünen, die am häufigsten meinen, der Klimawandel könne nicht mehr gestoppt werden (32 Prozent), sondern die Wähler der AfD (34 Prozent). Alle anderen Parteien bewegen sich mit nur minimalen Abweichungen in der Frage um den Durchnittswert von 28 Prozent.

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