Zehn Jahre Caritasstiftung in Eichstätt: über 50 innovative Sozialprojekte gefördert – „Kinder und Natur“ Schwerpunkt 2018

Eichstätt. (pde) – „Wir konnten auf Geldmittel zurückgreifen, für die es sonst keine Töpfe gibt und so Projekte schnell und unbürokratisch fördern.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der Caritasstiftung Eichstätt, Caritasdirektor Franz Mattes, bei der jüngsten Vorstandssitzung die Bedeutung dieser Stiftung auf den Punkt gebracht. Sie ist in diesem Jahr zehn Jahre alt. Seit ihrer Gründung 2007 hat sie nach Angaben ihres Geschäftsführers Johann Baumgartner über 50 sozial-caritative Initiativen mit rund 250.000 Euro aus den Erträgen ihres Kapitals gefördert: manche zwei oder drei Jahre lang für eine nachhaltige Wirkung. Zudem habe die von der Caritasstiftung treuhänderisch verwaltete Ullrich-Stiftung speziell für Caritasarbeit in Ingolstadt seit 2009 rund 12.000 Euro ausgegeben. Der Vorstand beschloss, 2018 den Förderschwerpunkt auf das Thema „Kinder und Natur“. Damit soll der Tendenz entgegengewirkt werden, dass im Zeitalter der Technik Mädchen und Buben nur noch wenige eigene Erfahrungen mit der Schöpfung machen.

In einem Rückblick auf die zehnjährige Arbeit sind den Vorstandsmitgliedern ganz unterschiedliche innovative Initiativen in Erinnerung geblieben. Beim Vorsitzenden Franz Mattes etwa eine Trommelgruppe für asylsuchende und deutsche Kinder in Herrieden: „Das ist Integration, ohne viele Worte zu machen.“ Der stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Stefan Schieren nannte das von der Stiftung geförderte Elternbildungsprogramm „Parents as Teachers – mit Eltern lernen“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, um Entwicklungsrisiken in sozial benachteiligten Familien vorzubeugen. Anneliese Krautwasser aus Berg erinnerte an ein finanziertes Spielschiff im Park des Caritas-Seniorenheimes Berching, das Jung und Alt zusammengebracht hat. Barbara Niederauer aus Herrieden hielt vor allem die Unterstützung einer Erholung für Alleinerziehende für sinnvoll. Und Geschäftsführer Baumgartner zeigte sich insbesondere von einer speziellen Freizeit für schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder beeindruckt.

Baumgartner zufolge verfügt die Caritasstiftung über ein Vermögen von knapp drei Millionen Euro. Der Caritasverband Eichstätt hatte sie zunächst mit einem Stammkapital von zwei Millionen ausgestattet. „Im Laufe der Jahre sind drei Nachlässe nach Verfügungen von Todes wegen, verschiedene Einzelspenden – die auch kurzfristig eingesetzt wurden – und eine Zustiftung von 100.000 Euro hinzugekommen, außerdem die Schenkung eines Hauses mit Garten, das wir an eine größere Familie vermieten“, so Geschäftsführer Schieren. Er wünscht sich, dass noch mehr Immobilien einem sozialen Zweck zugeführt werden. „Wir wissen, dass wir zur Mehrung des Stiftungsvermögens einen langen Atem brauchen, aber hier möchten wir noch nachlegen.“ Ingolstadts Bürgermeister Albert Wittmann, auch Mitglied im Stiftungsvorstand, meinte: „Ich kann nur die Menschen, die am Ende eines wirtschaftlich erfolgreichen Lebens stehen und keine eigenen Nachkommen haben, dazu animieren, zumindest Teile ihres Vermögens der Caritasstiftung anzuvertrauen – im Sinne der Hilfe für die Mitmenschen.“  
Weitere Informationen bei der Caritasstiftung Eichstätt, Tel. (08421) 50-911, E-Mail: johann.baumgartner@caritas-eichstaett.de, www.caritasstiftung-eichstaett.de.