Zur „Tagespost“-Serie über das Ehesakrament: Das gemeinsame Gebet wird zum Segen für die Ehe

Sehr glücklich bin ich über die „Tagespost“-Serie zum Ehesakrament. Ein herzliches Danke an die jeweiligen Verfasser. Die Sicht auf Freundschaft und Ehe mit den Augen des Glaubens tut gut, gerade in unserer Zeit, in der Maßstäbe, feste Orientierungspunkte, die Unterscheidung von gut und schlecht und manches mehr zu verschwimmen drohen.

Im Teil XX dieser Serie geht es um das Gebetsleben bei Ehepartnern. Ich bin nun 29 Jahre verheiratet, habe aber erst seit etwa zehn Jahren entdeckt, welch ein Segen vom gemeinsamen regelmäßigen Gebet unter Eheleuten für beide und die Ehe insgesamt ausgeht. Wie es dazu kam, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Ich habe einfach einmal angefangen, vielleicht aus einer Not heraus, und meine Frau hat sich – Gott sei Dank – angehängt (was vermutlich nicht ganz selbstverständlich ist).

Inzwischen ist das gemeinsame Gebet, vor allem morgens noch am Frühstückstisch, bevor wir auf verschiedenen Wegen zur Arbeit fahren, zur Selbstverständlichkeit geworden: ein Psalm (im Wechsel gesprochen), ein gleichbleibendes Gebet für Papst Franziskus und Benedikt XVI., ein Fürbittgebet für bestimmte Personen und in unseren persönlichen Anliegen, abschließend mit dem Vater unser und dem Ave Maria.

Es wurde uns geschenkt, dass das „Tabu“ des gemeinsamen lauten Betens unter Eheleuten gebrochen wurde. Die Ausgestaltung des gemeinsamen Betens kann sicher verschieden sein, so wie die Menschen, so wie die Ehepaare verschieden sind.