Zur Diskussion über den Vormarsch der Genderideologie : So verändert sich die Gesellschaft dramatisch

Zur Leserzuschrift „Wo bleibt der Widerstand?“ (DT vom 17. September): Das von Herrn Dr. Schwarte so trefflich beschriebene Thema „Gender“ und das beharrliche Schweigen unserer Bischöfe zu dieser über uns hereinbrechenden und – nicht nur unsere! – Gesellschaft dramatisch verändernden Ideologie treibt mich schon seit über 10 Jahren um. Am 9. September 2015 hat das EU-Parlament jetzt den nächsten Schritt vollzogen und den „Rodrigues-Bericht“ mit 408 gegen 236 Stimmen angenommen. Linke und liberale EU-Abgeordnete von SPD, SPÖ, FDP, Grünen, Neos et cetera stimmten mit seiner Annahme dafür, unseren Schulen die Gender-Ideologie aufzuzwingen, die meisten EU-Abgeordneten von CDU/CSU stimmten dagegen, die von AfD, ALFA, Familienpartei, ÖDP und FPÖ sogar geschlossen.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Herrn Kardinal Marx, bat ich am 18. 5.2015 darum, dass sich die Bischofskonferenz öffentlich zu dieser in den Medien immer wieder auf's Neue positiv vorgetragenen, in Wirklichkeit aber verheerenden Ideologie äußern möge. Anlass zu diesem Schreiben war ein Beitrag der Vorsitzenden der „Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes e. V.“ in einem Heft des ZdK (Mai 2015), in dem über Gender als „Chance für die Kirche“ berichtet wurde. Kardinal Marx ließ mir mit Schreiben vom 17. 7. von einer Mitarbeiterin des Bereichs Pastoral der Bischofskonferenz antworten, die Bischöfe hätten in einer Erklärung vom 21. Februar 2013 auf der Grundlage von Gen 1,27 ausdrücklich betont, dass es „ein erfülltes Menschsein ohne dieses Zueinander von Mann und Frau nicht geben kann. Die Geschlechterdifferenz ist vom Schöpfer zur gegenseitigen Bereicherung gewollt.“ Hiermit sei diese vor zwei Jahren gemachte Stellungnahme wenigstens „Tagespost“-Lesern weitergegeben. Papst Franziskus hat die Perversion des Genderismus 2014 mit den Worten auf den Punkt gebracht: „Die Gender-Ideologie ist dämonisch.“ Wer es ausführlicher lesen will: Gabriele Kuby „Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen“ (12. überarbeitete Aufl., Sept. 2015, 2,95 Euro) oder „Gender-Ideologie“, kostenlos zu beziehen von Hilfswerk „Kirche in Not“.