Zur Debatte um die „Ehe für alle“: Hässliche Äußerungen junger Menschen

Von Hedwig von Beverfoerde, der Koordinatorin der „Demo für alle“, erhielt ich einen Brief mit der Bitte, auf einer Liste Unterschriften zu sammeln gegen die „Ehe für alle“. Ich ging los und erlebte gute und enttäuschende Augenblicke. Bei jüngeren Menschen, vor allem von Männern, erfuhr ich öfter hässliche Äußerungen. Es wurde gesagt, dass wir im 21. Jahrhundert lebten und die alten Zeiten zum Glück vorbei seien. Nun könne man leben, wie man wollte, und sich endlich „outen“. Die Homo-„Ehe“ gehöre zum Leben.

Ein ehemaliger Schüler von mir, inzwischen katholischer Priester, sagte mir zornentbrannt am Telefon, bisher habe er die CDU gewählt, jetzt aber nicht mehr. Ich sagte ihm, dass ich es ebenso mache und viele meiner Freunde auch. Diese Reaktion, so denke ich, ist eine normale Antwort auf das Verhalten der Kanzlerin.

Frau Merkel erhielt auch einen Brief von mir, in dem ich ihr schrieb, dass sie aus Angst vor Verlusten von Wählerstimmen den Ehebegriff preisgab und gemeinsam mit den Grünen, Linken und Teilen der SPD gegen unsere Verfassung verstößt.