Zur Debatte um das Hirntodkriterium: Organspende fast immer unmöglich?

Soweit ich es richtig verstanden habe, sind Organe nur dann zu verwenden, wenn der Leib lebt, also lediglich das Gehirn nicht mehr arbeitet. Auch wenn es richtig sein sollte, dass nach dem sogenannten Hirntod der Leib mit Sicherheit in kurzer Zeit stirbt, so ist er dennoch am Leben und somit der Mensch nicht tot.

Wenn also, wie der Papst in seiner Ansprache vor der Päpstlichen Akademie für das Leben aus dem Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche zitiert („Die Tagespost“ vom 11. November), die Organspende nur im Falle eines wirklichen Todes erlaubt ist, darf es nie eine Organspende geben, da sie immer aus einem lebenden Leib, also einem lebenden Menschen genommen wird. Eine Ausnahme bilden die möglichen Lebendspenden zum Beispiel einer Niere.